Erlös des Beelener Volkswandertags hilft Flutopfern


Insgesamt 6000 Euro haben die Teilnehmer beim Volkswandertag in Beelen erwandert. Das Geld kommt die Flutopfern im Ahrtal zugute

Über die große Spende zugunsten der Flutopfer freuten sich (v. l.) Ursula Vögeler („Aktion Kleiner Prinz“) Firmenchef Bernhard Hartmann, Bernhard Schürhörster (Vorsitzender Heimatverein), Sylvia Oertker („Aktion Kleiner Prinz“) und Bernhard Ostholt (Wanderwart Heimatverein). Foto: wiengarten

Beelen (wie) - Die Beteiligung am diesjährigen Volkswandertag des Heimatvereins hat alle Erwartungen übertroffen („Die Glocke“ berichtete). Schirmherr der Veranstaltung war Möbelfabrikant Bernhard Hartmann, der für jeden gelaufenen Kilometer zwei Euro an Spende für die Flutopfer im Ahrtal ausgelobt hatte. Vielleicht kam es auch deshalb zu der hohen Teilnehmerzahl. Am Ende hatten 84 Beelener die kurze Strecke von 5,4 Kilometern bewältigt. 182 Wanderinnen und Wanderer nahmen den längeren Weg von 10,3 Kilometern unter die Füße. Insgesamt kamen dabei 2328,2 Kilometer an gelaufener Strecke zusammen. Bernhard Hartmann stockte über die zugesagte Summe hinaus den Betrag auf eine Runde Summe von 6000 Euro auf. 

Geld an „Aktion Kleiner Prinz“ übergeben

Das Geld wurde jetzt an die „Aktion Kleiner Prinz“ übergeben. Sylvia Oertker, Vorsitzende des Vereins, erläuterte, dass man die ersten Soforthilfen für besonders betroffene Familien im Ahrtal bereits ausgezahlt habe. Sie selbst sei zusammen mit Projektleiter Dieter Grothues, einem gebürtigen Beelener, bereits mehrfach vor Ort gewesen. Alle unterstützten Familien würden persönlich besucht. Die Menschen, besonders die Kinder, kämpften mit traumatischen Erlebnissen. So werde die Hilfsorganisation einen Therapieraum der Lebensberatung Ahrweiler sanieren und eine Fachkraft finanzieren, die sich ausschließlich um Kinder kümmern soll, die durch die Flut traumatisiert wurden. 

Hilfe für Kinder im Mittelpunkt

Neben der Finanzhilfe für besonders hart betroffene Familien gingen weitere Hilfsmaßnahmen einher. So bekam Sylvia Oertker in Bad Neuenahr-Ahrweiler Kontakt mit einer Gruppe engagierter Erzieherinnen. Diese standen vor der Situation, dass sechs von sieben Kitas vollständig zerstört waren, trotzdem aber eine Notbetreuung organisiert werden musste. Wenige Tage nach dem Kontakt standen drei Bauwagen auf einem Sportplatz in Bad Neuenahr. Mit ihnen kamen Notstromaggregate, Hochdruckreiniger, Pavillons, mobile Waschanlagen für Kinder sowie Hygieneartikel und ein Kühlschrank. Sobald die Kinder anderweitig untergebracht werden können, würden die Bauwagen sozialschwachen Familien zur Verfügung gestellt, so die Vorsitzende des Vereins „Kleiner Prinz“. 

Stolz auf Solidaritätsaktion

Aber auch Bernhard Hartmann fühlt sich weiterhin den Menschen im Ahrtal verbunden. So gewährt er Händlern aus den betroffenen Gebieten einen Rabatt von zehn Prozent bei ihren Einkäufen. Der Fabrikant, der Heimatverein Beelen, die „Aktion Kleiner Prinz“ und nicht zuletzt die Wanderinnen und Wanderer können stolz auf die Solidaritätsaktion sein.

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