Fackeln weisen den richtigen Weg



Beelen (lar) - Im vergangenen Jahr hat der „Bethlehemgang“ auf Initiative von Pfarrer Ludger Paskert erstmals in Beelen stattgefunden. Am Freitag musste man ohne den Priester auskommen, der die Gemeinde im Januar verlässt. Der nicht ganz gewöhnliche Spaziergang wurde dennoch ein Erfolg.

Weihnachtliche Atmosphäre: An der Krippe in Thier’s Allee wurde während des Bethlehemgangs am Vorabend von Heiligabend ein Stop eingelegt. Fackeln sorgten für genügend Licht.

Die Mitglieder der Ausschüsse für Katechese und Liturgie im Pfarrgemeinderat bewiesen, dass auch Laien in der Lage sind, gottesdienstliche Feiern zu organisieren. Einen Tag vor Heiligabend wollten die Teilnehmer nachempfinden, wie es Maria und Josef bei ihrer Herbergssuche erging. Dabei hatten es die fast 50 Wanderer im Gegensatz zum „Heiligen Paar“ noch gut, waren unter ihnen immerhin 14 Feuerwehrleute, die mit Fackeln den Weg ausleuchteten. Diese Hilfe wurde dankbar angenommen, als es durch „Thier’s Busch“ ging, wo es keine Straßenlaternen mehr gab und der Mond sich hinter einer dichten Wolke verbarg, so dass es stockdunkel war. Der Einstieg zum „Bethlehemgang“ fand in der Pfarrkirche St. Johannes Baptist statt, von wo aus der besondere Spaziergang startete.

Von zugigem Stall keine Spur

Der erste und einzige Halt fand an der Freiluft-Krippendarstellung in „Thier‘s Allee“ statt, die auf Anregung der Kolpingsfamilie vor vielen Jahren dort errichtet wurde und sogar im Hochsommer zur Einkehr einlädt. Aufgenommen wurden die Wanderer bei der Familie Elkmann in der Pohlstadt. Hier wurde gebetet und gesungen, wobei die Teilnehmer sich besonders über die Gitarrenbegleitung von Doris Pickhinke freuten, die außerdem auch noch zu ihrer Flöte griff, um damit die Lieder anzustimmen und zu begleiten. Bei Elkmanns auf der Tenne war es schön warm – von einem zugigen Stall wie in Bethlehem war nicht viel zu merken. Zudem wurde alkoholfreier Punsch gereicht, der ebenfalls wärmte. Gemeinderatsvorsitzender Johannes Weber und Edeltraud Heimeier bedankten sich abschließend für die Aufnahme im Hause Elkmann und bei der Freiwilligen Feuerwehr für die Begleitung.

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