„Frikadellen“: Samstag ist Premiere



Beelen (wie) - Am Aschermittwoch ist zwar die Narrenzeit, damit aber   längst nicht alles vorbei. Im Gegenteil: Die Saison der Plattdeutschen Bühne Beelen, beginnt erst. Am  Samstag, 12. März, feiert  ab 20 Uhr im Hotel-Restaurant Beelen das Stück „Frikadellen“ Premiere.

„Schreck lass' nach!“:Soeben erfährt die Geburtstagsgesellschaft, dass Hund Phylax tot ist – vermutlich wegen der Frikadellen, von denen man selbst bereits etliche verzehrt hatte. Unser Bild zeigt die Akteure der Plattdeutschen Bühne Beelen (v. l.) Bernadette Beermann, Susanne Deitert, Barbara Große-Frie, Dieter Blienert, Theo Lüffe, Edith Baxheinrich und Stephan Wältermann bei der Probe. Bild: Wiengarten

Nachdem die Narren das Feld geräumt haben, können die Akteure nun endlich auf der richtigen Bühne proben. Regisseur Bernhard Beckmann zeigte sich nach zweiwöchiger Probenpause mit den Leistungen der Darsteller äußerst zufrieden. In der Vergangenheit habe die Pause nicht immer gut getan, blickt er zurück. In diesem Jahr ist also von einer „Formkrise“ nichts zu spüren. Die Freunde des plattdeutschen Theaters dürfen sich auf ein Stück der Spitzenklasse freuen. Der kräftige Schwank „Frikadellen“ gehört zu den auch heute noch beliebtesten Werken von Dr. Erich Hagemeister, der sich in seiner 25-jährigen Tätigkeit als Dramaturg am Mecklenburgischen Staatstheater besonders für die niederdeutsche Sprache verantwortlich fühlte.

Witzig und turbulent

 Die Handlung ist originell, witzig und turbulent. Es geht um Frikadellen, die nicht mehr so ganz frisch sind und trotzdem bei einer Familienfeier aufgetischt werden. Hofhund Phylax wurde zuvor versuchsweise mit einem Bällchen gefüttert und zeigte sich danach putzmunter. Die Festgesellschaft greift kräftig zu, doch als der Tod des Hundes vermeldet wird, kippt die Situation. Im dritten Akt, wenn der Zuschauer schon zu ahnen glaubt, wie das Stück ausgeht, dreht sich alles noch einmal, und von da an wird es auf der Bühne erst richtig verrückt.

Karten im Vorverkauf

 Der Kartenvorverkauf hat bereits begonnen. Hierbei bewahrheitet sich das Sprichwort: „Der frühe Vogel fängt den Wurm“. Die Stühle sind nämlich alle nummeriert, und wer zuerst anruft, bekommt die besten Plätze zum Preis von sieben Euro. Den Kartenvorverkauf übernimmt Susanne Deitert. Sie ist werktags in der Zeit von 14 bis 17 Uhr unter w 02586 / 1534 zu erreichen. Die weiteren sieben Aufführungstermine sind am Samstag, 19. März, ab 20 Uhr, Sonntag, 20. März, ab 15 Uhr (mit Kaffee und Kuchen) sowie ab 19.30 Uhr, am Samstag, 26. März, ab 20 Uhr, am Sonntag, 27. März, ab 15 Uhr (mit Kaffee und Kuchen) sowie ab 19.30 Uhr und am Freitag, 1. April, ab 20 Uhr. Bei allen Aufführungen werden zudem, passend zum Stück, Frikadellen zum Kauf angeboten. Allerdings kommen diese, im Gegensatz zu den Buletten im Theaterstück, frisch aus der Pfanne und können unbedenklich genossen werden.

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