Gebühren werden moderat erhöht



Beelen (gl). Die – derzeit immer noch gültigen – Gebührensatzungen für die Nutzung des Beelener Friedhofs und der Friedhofshalle sind „in die Jahre gekommen“. So stammt beispielsweise die letzte Gebührenbedarfsrechnung für die gemeindeigene Friedhofshalle aus dem Jahr 2004.

Neue Gebührensatzungen für den Beelener Friedhof und die Friedhofshalle treten mit Beginn des kommenden Jahres in Kraft. Bild: S. Wiengarten

 Eingedenk der Tatsache, dass das Kommunale Abgabengesetz aber kostendeckende Gebühren fordert, sah sich die Gemeindeverwaltung zu einer Neuberechnung genötigt. Allerdings muss dabei nicht streng nach den Worten des Gesetzes vorgegangen werden. Da es beim Bestattungswesen letztlich auch um Fragen der Pietät geht, werden in diesem sensiblen Bereich Abweichungen geduldet. Von dieser Möglichkeit, die bereits während der jüngsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses thematisiert worden war („Die Glocke“ berichtete), haben die Ratsmitglieder am Donnerstag Gebrauch gemacht, als es galt, über die Neufestsetzung der Gebühren zu beschließen. So werden sich die Kosten für Gräber und die Nutzung der Friedhofshalle zum 1. Januar kommenden Jahres zwar erhöhen, allerdings bei weitem nicht in dem Maße, wie es eine reine Kostenrechnung vorgeben würde. Selbst die von der Verwaltung vorgeschlagenen und ohnehin schon möglichst niedrig angesetzten Erhöhungen sollen teilweise noch unterschritten werden. Hubert Bäumer erklärte dazu beispielsweise, für die CDU-Fraktion habe sich an ihrer Einstellung zu sogenannten politischen Preisen nichts geändert. Sie halte insofern die vorgeschlagene Anhebung der Gebühren für die Benutzung der Aussegnungshalle beziehungsweise der Aufbahrungszelle in der Friedhofshalle von bisher jeweils 175 auf künftig 275 Euro auch vor dem Hintergrund eines kalkulierten Preises von jeweils rund 550 Euro für zu hoch und beantrage eine Neufestsetzung auf jeweils 225 Euro. Bei den Friedhofsgebühren wollte Robert Strübbe (CDU-Fraktion) dem Verwaltungsvorschlag, die Antragsgebühr für das Aufstellen eines Grabmals auf 100 Euro anzuheben, nicht folgen und beantragte, es bei den bisherigen 30 Euro zu belassen. Beide Anträge fanden die Zustimmung der übrigen Ratsmitglieder. Die neuen, Gebührensatzungen wurden einstimmig verabschiedet.

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