Gut 4100 Euro für Erdbeben-Opfer



Beelen (wie) - Einen tollen Erfolg haben die Schüler der Von-Galen-Schule mit ihrem Sponsorenlauf für die Menschen in Japan erzielt. Nicht nur die Opfer des Erdbebens wollten sie damit unterstützen, sondern auch die Menschen, die unter der Atomkatastrophe von Fukushima leiden.

Auch zur Gedenkstunde, die im Anschluss an den Sponsorenlauf im Foyer der Von-Galen-Schule stattfand, war das Kondolenzbuch der Schule (Vordergrund auf Tisch) ausgelegt. Bewegende Eintragungen der Mädchen und Jungen sind dort zu finden.

 Dass die AKW-Katastrophe in Fukushima ein von Menschen verursachtes Unglück und noch lange nicht abgeschlossen sei, machte Pfarrerin Susanne Absolon den Schülerinnen und Schülern bewegenden Worten deutlich. Die Idee zu der Aktion hatte Sandra Wirth, Lehrerin an der Von-Galen-Hauptschule. Durch eine Freundin kennt sie die Ordensschwester Kathleen Reily, die in Kamakuva arbeitet. Die Ordenschwester gehört zu den Maryknoll Sisters. Knapp über 4100 Euro können die Schülerinnen und Schüler in diesen Tagen an die Schwester in Japan überweisen. Mit ihr steht Sandra Wirth in Kontakt. Doch regelmäßig werden die Mails zwischen Kamakuva und Beelen in diesen Tagen nicht ausgetauscht. Die Maryknoll Sisters sind fast Tag und Nacht im Einsatz. Zu groß sei das Leid, das sie täglich erfahren und es scheine kein Ende zu nehmen, werde von dort berichtet. Von der Solidarität, die die Beelener Schülerinnen und Schüler den Menschen in Japan entgegen bringen, zeugt ein Kondolenzbuch, das in der Schule ausliegt. Auch Sandra Wirth richtete im Rahmen einer Feierstunde im Anschluss an den Sponsorenlauf einige Worte an die Anwesenden. Einen wesentlichen Teil der Feierstunde, die von der Schulband unter der Leitung von Rektorin Bettina Beimdiek musikalisch begleitet wurde, nahmen jedoch die Ausführungen von Miriam Hesse in Anspruch. Die Gymnasiastin Miriam Hesse war für ein Jahr Austauschschülerin in Japan. Von ihren Erlebnissen dort berichtete sie, schilderte aber auch mit bewegenden Worten, wie sehr sie in den Tagen nach den Katastrophen versucht hatte, ihre Freunde zu erreichen und wie viel Angst diese haben. Auch konnte Miriam Hesse darstellen, wie viel Armut es in dem reichen Land Japan gibt und wie gerade in diesen Tagen die ärmeren Menschen Not leiden. Die Beelener Schülerinnen und Schüler hatten im Anschluss an die Ausführungen noch Gelegenheit, Fragen an Miriam Hesse zurichten, die übrigens in Beelen wohnt. Informationen zur Sprache („Sagen Sie doch mal etwas auf Japanisch“) waren ebenso gewünscht wie zur Schulsituation in dem fernöstlichen Land. Miriam Hesse antworte kompetent und ausführlich. Vor allem aber blieb den jungen Beelenerinnen und Beelenern die eine, die entscheidende Aussage von Miriram Hesse im Ohr: „Keiner hat mit solch einer Katastrophe gerechnet. Das übersteigt alles bisher Vorstellbare.“

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