Haus Heuer prägt Kulturlandschaft



Beelen (ap) - Dietmar Lohmann  stichelte gegen „die Kritiküssen, die immer alles besser wissen.“ Der Beelener  traf ins Schwarze, als er sagte: „Es ist etwas Großartiges gelungen.“ Denn nicht nur, dass das Haus Heuer  zu einer Erfolgsgeschichte geworden ist,  es wurde auch die Bescherung vorgezogen.

15 000 Euro erhielt der Verein DorfGut Beelen von Sigrid Karliczek, Ortskuratorin Münster der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Und ermutigende Worte gab es gleich dazu. „Das Haus ist erhaltenswert“, sagte Karliczek. Um den Kölner Dom oder große Schlösser kümmerten sich viele, doch gerade die kleinen Objekte prägten die Kulturlandschaft nachhaltiger als die genannten Leuchttürme. Karliczek war das erste Mal in Beelen und zeigte sich beeindruckt. „Ich war nicht das letzte Mal hier.“ Überwältigt vom Engagement der Ehrenamtlichen, ließ sie sich vom Vereinsvorsitzenden Werner Tetzlaff natürlich bei einem Rundgang viele Einzelheiten des bisherigen Fortschritts der Restaurierungsmaßnahme zeigen.

Mehr als 4200 Arbeitsstunden an Selbsthilfeleistungen wurden in nicht einmal zwölf Monaten erbracht, um das Haus zu einer Begegnungsstätte und einem lebendigen Museum für alle Bürger werden zu lassen. „Ich bin sicher, dass Sie ein tragfähiges Nutzungskonzept finden werden“, ließ die Ortskuratorin keinen Zweifel am weiteren Erfolg des Projektes aufkommen. Auch Bürgermeisterin Elisabeth Kammann lobte das große bürgerschaftliche Engagement: „Es ist fantastisch, was hier passiert. Das macht mich unheimlich stolz.“ Der Kernbau des Hauses stammt aus dem Jahr 1711. Damit ist der denkmalgeschützte Bau mittlerweile 300 Jahre alt.

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