Holzbrücke in Beelen soll abgerissen werden


Sie ist eigentlich ein Schmuckstück, die Holzbrücke, die die Gaffelstadt mit der Heustraße verbindet. Trotzdem muss sie jetzt weichen.

Der Zahn der Zeit nagt an der Holzbrücke, die einen Graben überspann und die Gaffelstadt mit der Heustraße verbindet.

Beelen (jed) - Denn beim genauen Hinsehen wird deutlich: An dem Bauwerk nagt der Zahn der Zeit, und aus Gründen der Verkehrssicherungspflicht muss die Gemeinde Beelen tätig werden.

Eine umfassende Sanierung der Fußgänger- und Radwegbrücke ist der Gemeinde zu teuer. In dieser Hinsicht sind sich Verwaltung und Kommunalpolitik einig. Ebenso besteht Konsens, dass es auch in Zukunft einen Weg über den Graben (Vorfluter) geben soll. Allerdings nicht mehr in Brückengestalt. In der jüngsten Sitzung des Bau- und Planungsausschusses ist beschlossen worden, die Holzkonstruktion zu entfernen und im Graben ein Rohr zu verlegen. Der Fuß- und Radweg soll anschließend als gepflasterter Weg darüber hinweg wieder hergestellt werden.

Rohr und Pflaster günstiger als Sanierung

Im Jahr 2019 sind sämtliche Brückenbauwerke in der Axtbachgemeinde einer Prüfung unterzogen worden. Dabei hatte besagte Holzbrücke mit der Gesamtzustandsnote von 2,3 (befriedigender Zustand) eigentlich ganz ordentlich abgeschnitten. Allerdings so, so hieß es schon damals, sei eine „umfangreiche Instandsetzung mittelfristig erforderlich“.

In einem Instandsetzungskonzept von Februar 2020 waren Sanierungskosten für das Brückenbauwerk in Höhe von rund 27 000 Euro kalkuliert worden. Aufgrund der aktuellen Materialknappheit und allgemeinen Kostensteigerung muss aber davon ausgegangen werden, dass die Sanierung heute erheblich teurer ausfallen würde.

Die jetzt vorgesehene Variante mit Verrohrung und Pflasterung falle wesentlich günstiger aus, hieß es im Ausschuss, zumal das zu verlegende Rohr bereits vorhanden sei.

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