Mobile Impfaktion vor den Supermärkten in Beelen


Das Corona-Impfmobil des Kreises Warendorf hat Station in Beelen gemacht. 62 Personen haben das Angebot wahrgenommen.

„Warum nicht?“ Für Jonas Jokoszies (rechts) aus Beelen ist die Notwendigkeit der Impfung eine ziemlich klare Sache. So sieht es auch Dr. Matthias Brandt, der für die KVWL die ärztliche Beratung der Impflinge übernommen hatte.

Beelen (jor) - „Echt gut“, schätzen Valerie Büttner und Mark Petzold vom Kreis Warendorf die Nachfrage bei der Impfmobil-Aktion am Samstagvormittag, 31. Juli, in Beelen ein. 29 Striche hatte Valerie Büttner innerhalb von nur einer Stunde auf ihrer Liste eintragen können.

Deshalb überlegte Mark Petzold zu diesem Zeitpunkt bereits, Impfstoff vom Impfzentrum in Ennigerloh nachzuordern, wo dieser aufbewahrt und aufbereitet wird. „Wenn wir dann zu viel haben sollten, können wir den auch wieder zurückgeben, solange die Kühlkette nicht unterbrochen ist“, erläutert Petzold. Wie auch an den vorherigen Stationen des Impfmobils, das seit dem 19. Juli im Kreis Warendorf unterwegs ist, wurden bei der Aktion vor den Supermärkten am Lilienweg in Beelen alle vier zugelassenen Impfstoffe angeboten. Die meisten der impfwilligen Besucher entschieden sich für das Produkt von Biontech / Pfizer. Auch das Präparat von Johnson & Johnson wurde nachgefragt, weil dabei eine Impfung ausreicht und kein zweiter Termin mehr nötig ist. Astrazeneca und Moderna hingegen standen kaum im Fokus des Interesses.

Jan Micke aus Füchtorf wählte Biontech, weil er am Samstag, seine zweite Injektion erhielt, drei Wochen nach der Erstimpfung. Dies ist die derzeit kürzeste zulässige Zeitspanne, und für Jan Micke der Grund, sich in Beelen impfen zu lassen. Denn als das Impfmobil zwei Tage zuvor an der Füchtorfer Grundschule Halt gemacht hatte, war die Wartezeit noch nicht abgelaufen. Immerhin kann er so in Kürze seine Ausbildung bei einem Milter Metallbaubetrieb aufnehmen, ohne direkt nach einer Freistellung für die Impfung fragen zu müssen. Auch Jonas Jokoszies aus Beelen entschied sich für das Vakzin von Biontech. Auf die Frage, warum er sich impfen lasse, antwortete er mit einem lachenden „Warum nicht?“.

Dr. Matthias Brandt aus Hoetmar, der in Beelen für die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) die Beratung der Impflinge übernommen hatte, ergänzte die Antwort des Beeleners mit mehreren Gründen, die für eine Impfung sprechen. „Selbstschutz und der Schutz für andere“, nannte er an erster Stelle. Am Samstag ist die erste Runde der mobilen Impfaktion im Kreis Warendorf zu Ende gegangen – mit einem Spitzenergebnis in Beelen mit 62 geimpften Personen.

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