Nord-Trakt vom St. Elisabeth Haus Beelen wird saniert 



2,8 Millionen Euro kosten Kernsanierung und Modernisierung in einem Gebäudetrakt des Beelener Seniorenheims.  

Verfolgen gespannt den Umbau des 1980/1982 erbauten Gebäudetrakts, der im August 2022 fertiggestellt sein soll: (v. l.). Andreas Steiling und Werner Strübbe (beide Kirchenvorstand), Andreas Weber (Hausleitung Haus St. Elisabeth) und Andrea Baxpöhler (Geschäftsführerin Caritas-Seniorenheime). Foto: Haberstroh

Beelen (gh) - Ein Jahr Bauzeit, 2,8 Millionen Euro: Der nördliche Gebäudetrakt des Beelener Senioreneinrichtung Haus St. Elisabeth am Harsewinkeler Damm wird umgebaut. Genauer gesagt wird das 1980/1982 errichtete Haus in mehren Bauabschnitten kernsaniert, modernisiert und ausgebaut. Der Plan ist, dass die Baumaßnahmen im August 2022 abgeschlossen werden, sagt der Hausleiter Andreas Weber. 

Entkernung und Modernisierung

Der erste Bauabschnitt ist gestartet. „Gerade steht die Entkernung an. Sozusagen der Rückbau auf Rohbau“, erklärt Werner Strübbe vom katholischen Kirchenvorstand. Die Einrichtung, deren Eigentümer die Kirchengemeinde ist, stellt 2,8 Millionen Euro für den Umbau des 40 Jahre alten Trakts bereit. „Das ist unser an die aktuellen Preise angepasstes Ausgabenziel, das wir möglichst nicht überschreiten wollen“, versichert Strübbe. 

Das Gerüst ist aufgebaut, die Schuttcontainer stehen bereits. Im ersten Bauabschnitt wird das in die Jahre gekommene Gebäude kernsaniert und modernisiert. Auch bedingt durch neue Hygiene- und Brandschutzvorgaben. 

„Bislang war es so, dass sich immer zwei Bewohnerzimmer ein vorgelagertes Badezimmer geteilt haben“, sagt Andrea Baxpöhler, Geschäftsführerin der Caritas-Seniorenheime. „Nach den Baumaßnahmen wird jeder Bewohner ein eigenes Badezimmer haben.“ Somit müssten die Senioren nicht mehr den öffentlichen Flur durchqueren, um in das Badezimmer zu gelangen. 

Zukunftsfähig und wettbewerbsfähig bleiben

Statt bisher 16 wird es nach dem Umbau 19 Zimmer im Nordtrakts geben – aufgeteilt in zwei Wohngruppen. Das hängt damit zusammen, dass die bislang vier vorhandenen Doppelzimmern im zweiten Bauabschnitt zu Einzelzimmern ausgebaut werden. „Die Badezimmer-Problematik ist nicht mehr zeitgemäß. Wir wollen zukunftsfähig und wettbewerbsfähig bleiben“, betont Baxpöhler. Daher werde auch die Technik auf den neusten Stand gebracht. Die Gemeinschaftsräume sollen ebenfalls vergrößert werden. 

Der Umbau wurde weit im voraus geplant, sodass der Gebäudeteil zum Start der Maßnahmen nicht voll belegt war. „In dem Bereich haben wir seit längerem nur Kurzzeitpflege angeboten. Lediglich zwei Personen mussten in eine andere Einrichtung verlegt werden. Das war aber geplant“, erklärt Weber. Nach dem Abschluss der Bau- und Modernisierungsarbeiten stehen im gesamten Haus St. Elisabeth 77 Einzelzimmer zur Verfügung.

Umbau in zwei Bauabschnitten 

Das Haus St. Elisabeth wurde 1922 als Krankenhaus „St. Elisabeth Hospital“ gegründet. Seit 1982 fungiert es als Senioreneinrichtung, dessen Betriebsführung 1998 von der Caritas Seniorenheime Betriebsführungs- & Trägerschaft GmbH übernommen wurde. Die katholische Kirche ist bis heute die Eigentümerin des Hauses am Harsewinkeler Damm 1 in Beelen. 

Seit der Übernahme durch die Caritas wurden die verschiedenen Gebäudetrakte umgebaut und es wurde erweitert. Nun wird der nördliche Gebäudetrakt in zwei Bauabschnitten kernsaniert. Geplant wurde der Umbau vom Architektenbüro Klein Riesenbeck aus Warendorf. An den Baumaßnahmen sind Handwerksunternehmen aus der Region beteiligt

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