Schul-Kooperation mit Sassenberg?



Beelen/Sassenberg (ra) - Um trotz sinkender Schülerzahlen auch künftig eine weiterführende Schule vor Ort anbieten zu können, strebt die Gemeinde Beelen eine Kooperation mit der Nachbarstadt Sassenberg an. Dort wird zum kommenden Schuljahr eine fünfzügige Sekundarschule errichtet.

Kooperationsgespräche in Sachen Sekundarschule führten am Freitagabend (v.l.) Sassenbergs Bürgermeister Josef Uphoff, Beelens Bürgermeisterin Elisabeth Kammann und Professor Bernd Zymek.

 Beelen könnte eine eigene Sekundarschule nicht errichten, da diese mindestens dreizügig sein müsste. Als Teilstandort der Bildungseinrichtung in Sassenberg würden allerdings zwei Klassen mit wahrscheinlich je 25 Schülerinnen und Schülern ausreichen. „Der politische Wille zu einer Kooperation ist in beiden Kommunen vorhanden“, erläuterten sowohl Sassenbergs Bürgermeister Josef Uphoff als auch Beelens Erste Bürgerin gestern im Sassenberger Rathaus, wo die örtliche „Arbeitsgruppe Sekundarschule“, bestehend aus Ratspolitikern, Schulleitern und weiteren Fachleuten, bereits zu ihrer fünften offiziellen Tagung zusammengekommen war. Eigentlich hätte man die Zusammenarbeit auch gleich in trockene Tücher bringen wollen, waren dieser ersten offiziellen Zusammenkunft doch bereits zahlreiche Gespräche vorangegangen. Doch diesen Optimismus musste Professoer Bernd Zymek von der Universität Münster, der Sassenberg bei der Neugestaltung der Schullandschaft berät, dämpfen. Zum einen seien noch keine Ausführungsbestimmungen zum neuen Schulgesetz verabschiedet worden. So wisse man nicht, ob ein Zweitstandort über die kompletten ersten fünf Jahre hinweg mindestens 50 Schüler nachweisen müsse. Zum anderen gelte es, organisatorische Dinge zu besprechen, bei denen die Mobilität der Lehrkräfte das geringste sei. Ob die Kooperation zustande kommt, soll in 14 Tagen feststehen. Der Zeitplan sieht dann eine Elterninformation am 28. November vor. Bis zum 6. Dezember müssten sich die Eltern dann erklären, ob sie ihre Kinder in die neue (Teil-)Schule schicken wollen. Geht alles klar, könnten ab Februar Anmeldungen erfolgen.

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