Staatsanwaltschaft fordert Haftstrafen



Beelen / Münster (hh) -  Mit der Befragung eines weiteren Polizeibeamten ging vor dem Landgericht Münster die erneute Beweisaufnahme im Prozess gegen drei Jugendliche und zwei Erwachsene zu Ende. Ihnen wird vorgeworfen,einen Beelener Rentner überfallen, beraubt undgefangen gehalten zu haben.

Mehrjährige Haftstrafen fordert die Staatsanwaltschaft für fünf Angeklagte, denen vorgerworfen wird,  einen Beelener Rentner überfallen, beraubt und eingesperrt zu haben.

In der Befragung schilderte der Polizeibeamte die Situation, die er beim Eintreffen im Haus des Opfers vorgefunden hatte. Sie habe sich ihm als unwirklich dargestellt, so der Zeuge. Das ganze Haus sei in Unordnung gewesen und schien durchwühlt worden zu sein. Er und seine Kollegin seien nicht als Erste am Tatort angekommen, erklärte der Polizeibeamte. Die Rettungskräfte und eine Notärztin seien schon vor Ort gewesen und hätten den auf dem Bett sitzenden Mann versorgt. Bei seinem m Eintreffen sei er darauf aufmerksam gemacht worden, dass die Tür zu dem Zimmer verschlossen gewesen sei. Ferner sei ihm aufgefallen, dass ein großer, schwerer Schrank vor das einzige Fenster in dem Raum geschoben worden war. Das Opfer habe verstört gewirkt und zunächst keine klaren Angaben zu den Geschehnissen machen können. Aber der Mann habe erklärt, er sei in diesem Zimmer gefangen gehalten worden und das über mehrere Tage. Wer die Männer gewesen seien, habe er aber nicht sagen können, da sie vermummt gewesen seien. Das Berichtete, erinnerte sich der Polizeibeamte, sei für ihn anfangs kaum vorstellbar gewesen. Als er jedoch einen Eimer, der als Toilette fungiert hatte, im Schlafzimmer gesehen habe, habe er die Tragweite des Geschehens erkannt. Nach der Schließung der erneuten Beweisaufnahme erneuerte die Staatsanwältin in ihrem Plädoyer die Forderung nach einer Freiheitsstrafe von sechs Jahren und sechs Monaten für den zur Tatzeit 23-jährigen Angeklagten. Für den vier Jahre Älteren forderte sie eine Haftstrafe von sechs Jahren und drei Monaten und für die drei Jugendlichen Haftstrafen zwischen vier Jahren und sechs Monaten und einem Jahr und acht Monaten. Die Anwälte der drei geständigen Jugendlichen plädierten dafür, die Strafen für die beiden Jüngeren zur Bewährung auszusetzen und bei dem Älteren unter vier Jahren Haft zu bleiben. Für die erwachsenen Angeklagten forderten die Anwälte, von einem minderschweren Fall auszugehen und daher nicht die Höchststrafen anzusetzen. Das Urteil soll am 15. Dezem

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