Standort für Rettungswache in Beelen soll bleiben


Im Ernstfall zählt jede Sekunde. Dass Beelen als Standort für eine Rettungswache dauerhaft erhalten werden soll, freut die Menschen im Ort.

In Beelen soll es bei der Regelung zum Rettungsdienst bleiben Foto: dpa

Beelen / Kreis Warendorf (gl) - Die Bürgerinnen und Bürger sollen im Notfall im gesamten Kreis Warendorf innerhalb einer Hilfsfrist von zwölf Minuten vom Rettungsdienst erreicht werden. In Beelen setzt man darauf, mit dem Kreis Gütersloh zu kooperieren und Synergie-Effekte zu nutzen. 

Konkret wird das Gebiet der Gemeinde Beelen seit Anfang 2019 tagsüber durch einen Rettungstransportwagen (RTW) versorgt, der in der Gemeinde stationiert ist. Zusätzlich unterstützt ein Rettungstransportwagen am Standort Clarholz rund um die Uhr die Versorgung der kleinsten Gemeinde im Kreisgebiet Warendorf, insbesondere in den Nachtstunden.

Dieser Lösung aus dem Jahr 2019 waren gemeinsam mit dem Kreis Gütersloh intensive Verhandlungen der Kreisverwaltung Warendorf mit den Krankenkassen als Kostenträger des Rettungsdienstes vorangegangen. Die Krankenkassen stimmten unter dem Vorbehalt zu, dass eine Überprüfung durch einen externen Gutachter erfolgen sollte. Denn ursprünglich war nur ein einziger Standort auf dem Gebiet der Gemeinde Herzebrock-Clarholz vorgesehen. Gute Nachricht für die Menschen in der Axtbachgemeinde: Im nun vorliegenden Abschlussbericht zur Evaluation dieser Maßnahmen kommt der Gutachter zu der Empfehlung, die beiden Rettungswachenstandorte in Clarholz und Beelen dauerhaft zu etablieren. Landrat Dr. Olaf Gericke begrüßte das Ergebnis der gutachterlichen Untersuchung als positives Signal für die Bürgerinnen und Bürger in Beelen und als Bestätigung der Arbeit der Kreisverwaltung. „Es ist uns gelungen, die Versorgungssituation der Bevölkerung in Beelen zu verbessern, und diese soll nun dauerhaft erhalten bleiben. Dabei ist es sinnvoll und richtig, dass wir beim Rettungsdienst über Kreisgrenzen hinweg denken und Synergieeffekte nutzen“, erklärte der Landrat.

Aufgrund einer technischen Kopplung der beiden Leitstellen in Gütersloh und Warendorf ist sichergestellt, dass Einsätze aus beiden Kreisgebieten schnellstmöglich dem am nächsten gelegenen Rettungsmittel übergeben werden. Nun wird in weiteren Gesprächen mit den Kostenträgern geklärt werden müssen, wie die zukünftige Ausgestaltung des Standortes Beelen und die Unterbringung des RTW konkret aussehen soll. Vom alten Stamdort (Volksbank) ist der RTW zur alten Grundschule umgezogen.

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