Todesgefahr an den Bahngleisen



Beelen (gl) - Die Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung Beelen und Polizei-Bezirksbeamter Reiner Kurzke können es kaum glauben: Immer wieder werden in Beelen die Zaunabsperrungen rund um das Bahngelände einfach niedergetrampelt, zerschnitten und von Passanten überstiegen.

Bezirksbeamter Reiner Kurzke und Manuel Rieping, Fachbereichsleiter Bürgerdienste, überprüfen die Absperrungen zum Gleisgelände, die der gemeindliche Bauhof wieder hergerichtet hat. Immer wieder, weiß die Gemeindeverwaltung zu berichten, werde der Stacheldraht auseinandergebogen, um ein Durchsteigen zu ermöglichen.

Zu jeder Tages- und Nachtzeit werden somit die Bahnschienen an ungesicherten Stellen überquert. Besonders im Bereich der Dreingaustraße, ungefähr in Höhe der Altglascontainer und ein Stück höher auf der Dreingaustraße in Sicht zum Bahnhofsgebäude, überqueren Bürgerinnen und Bürger die Schienen. Und das sei nicht nur äußerst gefährlich, sondern auch illegal. Darauf weisen der Bezirksbeamte und Manuel Rieping von der Gemeindeverwaltung ausdrücklich hin. Dass Erwachsene diese gefährlichen „Trampelpfade“ nutzten, sei schon schlimm genug. Kaum zu glauben aber sei, dass sogar Erziehungsberechtigte dabei beobachtet worden seien, wie sie ihre Kinder, die den Zug nach Warendorf zur Schule erreichen sollten, an diesen Stellen aus ihren Autos aussteigen ließen, damit diese dort die Schienen überqueren. Immer wieder müssten die Mitarbeiter des Bauhofs die zerschnittenen Zäune reparieren. Auch Stacheldraht schrecke nicht vor der Überquerung ab. „Offenbar sind diese Personen bereit, selbst gezielte Warnungen zu ignorieren, sich großer Gefahr auszusetzen und dazu noch der jüngeren Bevölkerung schlechtes Beispiel zu geben“, stellen die Beteiligten fest. Dringend werde die Bevölkerung darum gebeten, die Bahngleise nur an den vorgegebenen Übergängen zu queren. Erwachsene sollten Kinder und Jugendliche auf jeden Fall vor diesem illegalen Überqueren warnen und nach Möglichkeit davon abhalten. Die Beteiligten von Gemeindeverwaltung und Polizei wüssten von vielen Unfällen, auch von solchen mit tödlichem Ausgang. Oftmals, warnen sie, könne schon eine Kleinigkeit wie beispielsweise ein Stolpern der Auslöser sein, dass man sich vor dem heranbrausenden Zug nicht rechtzeitig in Sicherheit bringen könne.

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