10 Jahre Haft für Ennigerloher Viehhändler



Ennigerloh/Münster (gl) - Ein Ennigerloher Viehhändler muss wegen Anstiftung zum Mord in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung für zehn Jahre und sechs Monte ins Gefängnis. Das Landgericht Münster sah es am Montag als erwiesen an, dass er einen Mord in Auftrag gegeben hat.

Zu einer langen Haftstrafe wurde ein Ennigerloher am Montag in Münster vom Landgericht Münster verurteilt.

Auf einen Geschäftsrivalen des Ennigerloher Viehhändlers war im November 2008 in Nordkirchen geschossen worden. Dass der damals 46-Jährige die beiden Kopfschüsse überlebte, glich einem Wunder. In einem ersten Strafverfahren 2009 war der Ennigerloher, der mittlerweile in Hoetmar lebt, aus Mangel an Beweisen freigesprochen worden.

Die grausame Tat passierte auf einem Wirtschaftsweg in Nordkirchen. Das spätere Opfer war auf dem Weg zur Arbeit, als sein Wagen gestoppt wurde. Ein Mann fragte nach dem Weg, zückte dann eine Pistole. „Als ich ihn angeschaut habe, hat er schon geschossen“, erinnerte sich der 46-Jährige während des Prozesses im Zeugenstand. Zwei Schüsse zerschmetterten seinen Kiefer, die Projektile blieben im Körper stecken. „Ich habe bis heute kein Gefühl im Oberkiefer“, sagte er den Richtern.

Der Schütze ist bereits rechtskräftig zu elfeinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Einen Auftragsmord hatte der Deutsch-Pole allerdings bis zuletzt bestritten. Nach seinen Angaben war die Tat ein misslungener Raubversuch.

Der Freispruch in erster Instanz für den Ennigerloher Viehhändler war vom Bundesgerichtshof aufgehoben und zur Neuverhandlung nach Münster zurückgeschickt worden.

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