300 Schweine durch Spaltenboden in Enniger gebrochen



Großeinsatz für die Feuerwehr: 300 Schweine sind durch den Spaltenboden eines Stalls in der Bauerschaft Wessenhorst in Enniger gebrochen.     

Die Feuerwehr ist mit einem Großaufgebot in der Bauerschaft Wessenhorst in Enniger im Einsatz gewesen. In einem Stall sind 300 Schweine durch den Spaltenboden gebrochen.  Fotos: Baumjohann

Enniger (tiju) -  Aus bislang noch ungeklärter Ursache ist am Dienstag ein Spaltenboden unter 300 Schweinen auf einem landwirtschaftlichen Betrieb in der Bauerschaft Wessenhorst in Enniger eingebrochen. Die Feuerwehr war mit  60 Kräften der Löschzüge Enniger und Hoetmar im Einsatz.

„Tierrettung das erste Ziel“

„Für uns als Feuerwehr war die Tierrettung das erste Ziel“, betonte Einsatzleiter und Leiter des Löschzugs Enniger, Dirk Viefhues. Er sah mit Eintreffen an der Unglücksstelle die Meldung der Alarmierung bestätigt. 

In einem Stallbereich war der Spaltenboden unter 300 Schweinen zusammengebrochen. Bis in die Mittagsstunden waren die Einsatzkräfte der Löschzüge Enniger und Hoetmar damit beschäftigt, die Schweine zu retten – was großteils auch gelang. 250 Tiere konnten in Sicherheit gebracht werden und in weiteren Ställen auf dem landwirtschaftlichen Betriebsgelände sowie auf Höfen in der Nachbarschaft untergebracht werden. „50 Tiere sind verendet“, sagte Viefhues. 

Mitarbeiter des DRKs Freckenhorst versorgten die Kräfte an der Einsatzstelle in der Bauerschaft Wessenhorst.

Nach dem Abschluss der Tierrettung war der Einsatz für die Feuerwehrleute noch nicht zu Ende: „Wir werden sicherlich noch drei Stunden Zeit zum Aufräumen brauchen“, sagte Einsatzleiter Viefhues. Grund dafür war auch, dass die Geräte der Feuerwehr sorgfältig gesäubert werden mussten. Möglicherweise müsse mit Gülle kontaminierte Einsatzkleidung sogar komplett entsorgt werden, sagte Viefhues. 

DRK versorgt Einsatzkräfte

Darüber hinaus wurde der Einsatzleitwagen des Hoetmarer Löschzugs an der Einsatzstelle von einem zurücksetzenden Lkw touchiert und nicht unerheblich beschädigt. 

Zusätzlich zu den rund 60 Einsatzkräften der zwei Feuerwehr-Löschzüge aus Enniger und Hoetmar sowie zum Rettungsdienst waren auch Kräfte des Veterinäramts des Kreises Warendorf vor Ort, um sich ein Bild von der Situation zu machen. Verpflegt wurden die Einsatzkräfte vom Ortsverein Freckenhorst des Deutschen Roten Kreuzes, dessen Betreuungskomponente alarmiert worden war.

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