„Bänke für alle“ im Stadtgebiet Ennigerloh aufgestellt


Bänke für alle: In jedem Ortsteil der Stadt Ennigerloh sind inklusive Sitzgruppen aufgestellt worden. 

Auf dem Kirchplatz in Westkirchen wurde die inklusive Sitzgruppe offiziell übergeben. Das Bild zeigt (v.l.) Mark Farys (Fachbereichsleiter Tiefbau und Technik), Bürgermeister Berthold Lülf, Wiebe Erdmanski-Sasse (Fachbereich Tiefbau und Technik), Rebecca Arnold (Produktdesignstudentin), Bernhard Meyjohann (Freckenhorster Werkstätten), Silke Krabbe (Inklusionsbeauftragte), Henry Mefus, Patrick Wesemann (Paul Horstmann GmbH), Matthias Gerdemann, Jana Uphoff-Overhues (Regionalmanagerin 8Plus-Vital.NRW im Kreis Warendorf), Marion Schmelter und Reinhold Geringhoff (Katholische Kirchengemeinde). Foto: Schomakers

Westkirchen (dis) - „Ein tolles Projekt.“ So hat Bürgermeister Berthold Lülf die „Bank für alle“ bezeichnet, die jetzt auf dem Kirchplatz in Westkirchen offiziell übergeben wurde, eine von vier inklusiven Sitzgruppen im Stadtgebiet. 

„Wollten mit unserem Design niemanden ausschließen“

In Enniger steht sie im Bürgerpark, in Ostenfelde im Dorfpark und in Ennigerloh auf den inklusiven Spiel- und Begegnungsraum am Schulweg. Dass die Bank auch von allen genutzt werden kann, demonstrierte Matthias Gerdemann mit seinem Rollstuhl. „Ich kann ohne Probleme an den Tisch fahren, und die Beine passen darunter“, sagte er. 

Die „Bank für alle“ gehöre zu den vielen Grundsteinen, die die ehemalige Inklusionsbeauftragte der Stadt, Marion Schmelter, in Ennigerloh bisher gelegt habe. Mit ihrer Nachfolgerin Silke Krabbe gehe es so weiter, betonte Lülf. Ob die Bank auf dem Kirchplatz stehen bleibt, stellte der Bürgermeister allerdings in Frage. „Ohne Corona wären wir mit der Neugestaltung des Neumarkts weiter“, sagte er. Er könne sich vorstellen, dass der Neumarkt einmal der bessere Standort für die Bank sei. 

Die Studentinnen Rebecca Arnold und Pia Willing von der Fachschule Münster haben die Bänke entwickelt. „Wir wollten mit unserem Produktdesign niemanden ausschließen und haben ein Produkt entwickelt, das die Inklusion im öffentlichen Raum unterstützt“, erklärte Rebecca Arnold. Sie hofft, dass die Bänke von vielen genutzt werden. Dies unterstrich Wiebe Erdmanski-Sasse vom Fachbereich Tiefbau und Technik. 

Gebaut in den Freckenhorster Werkstätten

Gebaut wurden die Bänke von den Freckenhorster Werkstätten. Deren Vertreter Bernhard Meyjohann erklärte: „Für die Werkstatt war es ein schönes Projekt, das unsere Beschäftigten gern umgesetzt haben.“ Gefördert wurden die vier Sitzgruppen durch den Verein 8Plus-Vital.NRW.

Texte und Fotos von die-glocke.de sind urheberrechtlich geschützt. Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.