Betreten des Naturschutzgebiets „Anneliese“ verboten


Angesichts der sommerlichen Temperaturen hatten viele Bürger das Naturschutzgebiet Anneliese in Ennigerloh aufgesucht. Das ist verboten. 

Die Stadt Ennigerloh weist darauf hin, dass das Betreten und Schwimmen im Naturschutzgebiet Anneliese verboten ist. Foto: gl

Ennigerloh (gl) - Die Stadt Ennigerloh weist darauf hin, dass das Betreten und Schwimmen im Naturschutzgebiet Anneliese verboten ist. „Das Baden im Steinbruch ist nicht nur verboten, sondern kann aufgrund der vielen unterschiedlich temperierten Wassertiefen sogar für geübte Schwimmerinnen und Schwimmer lebensgefährlich sein“, betont Bürgermeister Berthold Lülf. 

Mehr als 30 Personen angetroffen

Die hohen Temperaturen in den vergangenen Tagen haben der Verwaltung zufolge vermehrt Personen ins Naturschutzgebiet Anneliese gelockt. So seien über das verlängerte Wochenende mehr als 30 Personen, teilweise mit Kindern und freilaufenden Hunden, dort angetroffen worden. Lülf erklärt, dass es sich bei dem Gelände an der Neubeckumer Straße um ein „hochwertiges Naturschutzgebiet“ handele. Die Besucher zerstörten beim Betreten nicht nur die vorhandene Einfriedung, sondern störten die Tiere und zertrampeln seltene Pflanzen. „Als wenn dies noch nicht genug ist, hinterlassen sie auch noch ihren Müll.“ 

Unbefugtes Betreten ist Hausfriedensbruch

Das Naturschutzgebiet stelle einen wichtigen Rückzugsort für viele Tiere und Pflanzen dar. „Aus diesem Grund ist das Betreten dieses Schutzgebietes verboten und stellt eine Ordnungswidrigkeit dar“, ergänzt der Leiter des Fachbereichs Ordnung und Soziales, Ralf Schindler. Zuwiderhandlungen würden konsequent verfolgt und geahndet. 

Darüber hinaus erfülle das unbefugte Betreten des Geländes den Tatbestand des Hausfriedensbruchs, und werde bei der Polizei zur Anzeige gebracht. „Hausfriedensbruch ist eine Straftat und kann mit Geldbuße oder mit einer Freiheitsstrafe geahndet werden“, erklärt Schindler. Es sei kein Kavaliersdelikt und könne ernsthafte Konsequenzen nach sich ziehen. Auch hier werde die Stadt alle widerrechtlichen Betretungen des Grundstücks zur Anzeige bringen. 

Alle, die das Gelände beträten, sollten wissen, welche möglichen Konsequenzen drohten, und genau abwägen, ob ein Besuch im Naturfreibad Ennigerloh nicht nur die sichere, sondern auch die deutlich günstigere Alternative sei, teilt die Verwaltung mit.

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