Blick hinter Kulissen des Laakenhofs


„Die Landwirtschaft muss den Weg zurück zu ihren Wurzeln finden“. Das sagte die  Landtagsabgeordnete Annette Watermann-Krass jetzt auf dem Laakenhof in Enniger. 

Mehr als 40 Teilnehmer haben im Rahmen der Klimawerkstatt der heimischen SPD-Landtagsabgeordneten Annette Watermann-Krass jetzt einen Blick hinter die Kulissen des Laakenhofs in Enniger geworfen.

Enniger (gl) - Vor dem Hintergrund der Klimakrise entwickelt sich einem Bericht des Büros der SPD-Landtagsabgeordneten Annette Watermann-Krass die ökologische und regionale Landwirtschaft immer mehr vom genussvollen Trend zu einem nachhaltigen Muss für die Umwelt. Ein Vorreiter sei der Laakenhof in Enniger. 

Mehr als 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben bei der Klimawerkstatt der Landtagsabgeordneten jetzt einen Blick hinter die Kulissen des Biolandhofs geworfen. Zum Programm gehörten laut Bericht auch eine Führung durch den Permakulturgarten sowie eine Käseprobe. 

Achtsamer Umgang mit Tieren und Pflanzen

In der gläsernen Käserei werde der Käse aus hofeigener Milch hergestellt. Diese stamme von elf Kühen, die den großzügigen Stall und die weitläufigen Wiesen bewohnten. Die Tiere gäben deutlich weniger Milch als Hochleistungskühe aus der konventionellen Landwirtschaft, auch, weil Kalb und Mutter nach der Geburt nicht direkt getrennt würden, teilen die Verantwortlichen mit. 

Nicht nur mit den Tieren, sondern auch mit Pflanzen werde auf dem Laakenhof achtsam umgegangen. Der Boden bekomme immer wieder Zeit, sich zu erholen, und sei dadurch besonders fruchtbar. Qualität statt Quantität stehe im Vordergrund. Begünstigt werde dies auch durch eine siebenjährige Fruchtfolge im Anbau. 

Auch die Pflanzen im Permakulturgarten wüchsen und gedeihten im Einklang mit der Natur. Cornelia Kalkhoff vom Verein Anders Ackern erklärt: „Permanente Agrikultur bedeutet, dass die Natur den Garten beim Wachsen unterstützt – ohne Pestizide und künstliche Düngemittel.“ Dafür brauche diese Raum und Ruhe. So würden etwa Insekten, auf die die Pflanzen angewiesen seien, dazu eingeladen, sich niederzulassen. 

„Landwirtschaft muss den Weg zurück zu ihren Wurzeln finden“

Annette Watermann-Krass freute sich dem Bericht zufolge, dass der Nachmittag auf dem Laakenhof so gut angenommen wurde: „Das zeigt uns, dass ein Umdenken stattfindet. Die Landwirtschaft muss den Weg zurück zu ihren Wurzeln finden, aus Gründen des Klima- und Naturschutzes und der Gerechtigkeit gegenüber den Landwirten.“ Direktvermarktung und Produkte aus eigener Wertschöpfung, die eine Geschichte erzählten – diese Dinge müssten wieder mehr in den Vordergrund rücken und Massenproduktionen für den billigen Export ablösen. „Auf dem Laakenhof wird das vorgelebt und bietet hoffentlich vielen Menschen Inspiration.“ 

Natalie Wagner, Mitglied des Kreistags und Stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende im Ennigerloher Rat, ergänzte: „Regionale Landwirtschaft ist zurecht für viele Menschen zu einer echten Alternative geworden, die es zu unterstützen gilt. Der Laakenhof hat heute sicherlich einige Unterstützer dazugewonnen.“

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