Von Infopoint bis Hundewiese – Ideen für Enniger


Wie Enniger auch künftig lebendig gehalten werden kann, wurde jetzt der Öffentlichkeit präsentiert. Die Ideen sind zahlreich.   

Bei der Projektmesse in der St.-Marien-Grundschule in Enniger stellten die Paten insgesamt 23 Projekte im Rahmen des Dorfinnenentwicklungskonzepts vor. Marion Steinkamp präsentierte das Spielplatz-Projekt. Fotos: Baumjohann

Enniger (bjo) - Es war ein Zwischenziel auf dem Langstreckenlauf, Enniger auch künftig attraktiv, lebens- und liebenswert zu halten: Im Rahmen des Dorfinnenentwicklungskonzepts (DIEK) hat am Sonntag in der Grundschule St. Marien die Projektmesse stattgefunden, bei der die Paten insgesamt 23 Projekte vorstellten. 

Infopoint, Treffpunkt für Jugend, Hundewiese

Dazu gehörten unter anderem die Gestaltung der Kinderspielplätze, die Einrichtung eines digitalen Infopoints und eines Treffpunkts im Bereich des Friedhofs sowie die Umgestaltung der Friedenstraße. Darüber hinaus ging es um Fragen der Sicherheit auf der Hauptstraße, des Radverkehrs in Enniger und eines attraktiven öffentlichen Personennahverkehrs. Weitere Ideen befassten sich mit Kulturangeboten, einem Treffpunkt für Jugendliche, Wohnangeboten für junge Menschen und einer Hundewiese. Eine Auflistung, die keinesfalls abschließend sein muss. „Weitere Projektideen sind immer willkommen“, sagte Dr. Frank Bröckling, der das DIEK mit dem Büro Planinvent betreut. 

Das unterstrich auch Heinz Becker für den Arbeitskreis Dorfentwicklung. Die Projektmesse sei ein erster Zwischenschritt, betonte er. Nun gelte es, die Ideen in den kommenden Jahren Stück für Stück in der Dorfgemeinschaft zu realisieren, wobei jeder zur Mithilfe eingeladen sei. „Wir müssen arbeiten, damit wir kein verlassenes, sondern ein zukunftsorientiertes Dorf sind und auch in den kommenden Jahrzehnten ein lebendiges bleiben.“ 

Bürgermeister signalisiert Unterstützung

Dafür signalisierte Bürgermeister Berthold Lülf Unterstützung, schließlich werde mit dem DIEK die Zukunftsfähigkeit aus dem Dorf heraus entwickelt. „Das ist ein ganz wichtiges Projekt, auf das andere Orte und Ortsteile neidisch sind“, sagte Lülf. „Was aus der Dorfgemeinschaft erarbeitet worden ist, ist ein wichtiger Baustein, um Enniger so lebendig zu erhalten, wie es immer schon gewesen ist.“ Bei der Projektmesse gab Lülf auch Hinweise darauf, in welchem Rahmen die Ideen des DIEK Realität werden könnten. 

<mediaobject class="imageleft" id="X0.5143930466944242" type="image" uid="e664e401-f524-4f7f-bc0b-a623ebfb4022" url="http://ecms.die-glocke.de/alfresco/d/d/workspace/SpacesStore/e664e401-f524-4f7f-bc0b-a623ebfb4022/enniger_diek_3.JPEG" uuid="e664e401-f524-4f7f-bc0b-a623ebfb4022" x0="0" x1="100" y0="0" y1="100"><element name="Unterschrift">Mit dem DIEK werde die Zukunftsfähigkeit aus dem Dorf heraus entwickelt, sagte Bürgermeister Berthold Lülf (l.). Das Bild zeigt ihn mit Dr. Frank Bröckling.<element name="Quelle"/></mediaobject>

Finanzielle Hilfe dabei könnte auch aus dem Projekt 8plus Vital.NRW kommen. Regionalmanagerin Jana Uphoff-Overhues war bei der Projektmesse, die vom Inklusionschor unter Leitung von Marion Schmelter musikalisch bereichert wurde, ebenfalls anwesend. 

„Kein Konzept aus einem Gutachterbüro“

„Das DIEK ist kein Konzept aus einem Gutachterbüro“, betonte Dr. Frank Bröckling. Er freue sich, dass eine große Zahl Menschen auch außerhalb des Arbeitskreises Dorfentwicklung an den DIEK-Projekten mitwirke. Dass man breit aufgestellt sei, sei ein großer Gewinn, zeigte sich Bröckling überzeugt: „Die Grundlagen sind in Enniger echt gut gelegt.“

Texte und Fotos von die-glocke.de sind urheberrechtlich geschützt. Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.