Ennigerloher Drubbelnarren sagen Karnevalsumzug ab



„Die Entscheidung ist uns nicht leicht gefallen“, sagte Präsident Oliver Schulte. Die Drubbelnarren haben den Umzug 2022 abgesagt. 

Die Drubbelnarren haben den Karnevalsumzug in Ennigerloh 2022 abgesagt.  Foto: Archiv

Ennigerloh (tiju) - Erst vor gut zwei Wochen hat die neue Session begonnen. Nun ist klar, dass das Herzstück des Ennigerloher Karnevals – der Umzug – auch 2022 wegen der Coronavirus-Pandemie ausfallen wird. Das hat der Vorstand der Ennigerloher Drubbelnarren jetzt beschlossen. „Die Entscheidung ist uns nicht leicht gefallen“, sagte Präsident Oliver Schulte am Freitag im Gespräch mit der „Glocke“. Angesichts des derzeitigen Infektionsgeschehens sei sie aber alternativlos. 

Entwicklung nicht absehbar

Die Entwicklung der pandemischen Lage in den nächsten Wochen sei nicht absehbar. Auch die vermutlich zu erwartenden Auflagen zur Durchführung eines sicheren Karnevalsumzugs seien zum jetzigen Zeitpunkt noch völlig unklar, teilen die Drubbelnarren mit. 

Ob 2Gplus- oder 3G-Regel: Die Kontrolle der Einhaltung bei 1250 Zugteilnehmern sowie unzähligen Besuchern des Umzugs würde die Dachgesellschaft vor riesige Probleme stellen. Ein kurzfristiges Verbot der Durchführung wäre zudem mit hohen Kosten – etwa für TÜV-Gebühren, Material für Wagenbau und Kostüme für die Fußgruppen sowie für Wurfmaterialien – verbunden. Der Drubbelnarren-Vorstand möchte daher mit seiner frühzeitigen Absage insbesondere die notwendige Planungssicherheit für alle Aktiven schaffen. 

Keine Prinzenproklamation

Darüber hinaus wird in dieser Session keine neue Tollität proklamiert. Es sei fraglich, ob der künftige Prinz nebst Adjutanten und Stadtelferrat eine komplette und unbeschwerte Karnevalssession erleben würde, denn eine Vielzahl an Terminen in Kindergärten, Senioreneinrichtungen und weiteren Einrichtungen sei aufgrund der Corona-Schutzverordnung nicht erlaubt oder von den Einrichtungen angesichts der derzeitigen Situation verständlicherweise nicht gewünscht, teilen die Drubbelnarren mit.

 „Wir bedauern diese Entscheidung zutiefst, jedoch stehen die Gesundheit und der Schutz der Bevölkerung an erster Stelle“, sagt Oliver Schulte. „Wichtig ist nun, die Impfangebote endlich anzunehmen und die Erstimpfungen und Boosterimpfungen durchführen zu lassen, damit wir künftig unbeschwert große Veranstaltungen wieder sicher feiern zu können.“

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