Erweiterte Lolli-Tests an Ennigerloher Grundschulen



Erweiterte Lolli-Tests, Bildungsgutscheine und Sozialarbeit waren Themen in der Sitzung des Ennigerloher Schulausschusses.

Parallel zur Pool-Testung werden nach den Weihnachtsferien an Ennigerloher Grundschulen auch Einzelproben zurückgestellt, um bei einem positiven Fall schneller reagieren zu können. Symbolfoto: dpa

Ennigerloh (gl) - Die Lolli-Tests in Grundschulen gehen auch nach Weihnachten weiter – mit modifiziertem Verfahren. Darüber informierte Stefanie Bathe-Funke (Sachgebietsleitung Schule, Kultur und Sport) im Rahmen der Sitzung des Ausschusses für Soziales, Kultur, Sport und Schulen in Ennigerloh. Zurzeit wird im Pool getestet. Nach den Ferien sollen parallel dazu Einzelproben zurückgestellt werden. Sollte es dann einen positiven Fall geben, könnten die Eltern Betroffener noch direkt am selben Tag informiert werden und handeln.

70 Bildungsgutscheine werden verteilt

Darüber hinaus teilte Bathe-Funke mit, dass für Ennigerloher Grundschulen 70 vom Land NRW geförderte Bildungsgutscheine zur Verfügung stehen. Schulen verteilen diese nach eigener Einschätzung an Schüler. Ein Gutschein umfasst zehn Lerneinheiten, die bis Ende 2022 bei einem externen Bildungsanbieter eingelöst werden können. Anbieter müssen sich dafür beim Land registrieren.

Nächste Woche werde die Verwaltung bei den Schulen den Bedarf abfragen. Das Budget könne auch erhöht werden.

Künftig mehr Zeit für Schulsozialarbeit

Bislang ist die Schulsozialarbeit an Ennigerloher Grundschulen in einem Stellenumfang von 17,5 Stunden pro Woche geleistet worden. Nach einem Extra-Beschluss des Schulausschusses sollen künftig 1,5 Stellen zur Verfügung stehen. Die Personal- und Sachkosten belaufen sich dafür auf rund 116.000 Euro. Nachdem das Land NRW Ende September die Finanzierung der Schulsozialarbeit neu ausgerichtet hat, wird die Summe mit rund 46.000 Euro vom Land über den Kreis gefördert. Das erläuterte Stefanie Bathe-Funke.

Bedingung der Förderung ist, dass eine Vollzeitstelle maximal zwei Schulen begleitet. Somit wären unterm Strich alle drei Grundschulen mit ihren fünf Standorten versorgt. Dr. Christoph Heckmann vom Caritasverband im Kreis Warendorf wies als geladener Experte darauf hin, dass sich die Qualität der Arbeit dadurch verbessert. „Die Sozialarbeiter können sich nun wirklich intensiv um Probleme kümmern und auch Präventivangebote machen.“

Texte und Fotos von die-glocke.de sind urheberrechtlich geschützt. Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.