Gesamtschule lebt durch Mitwirken aller



Ennigerloh (gl) - Hinter Elfriede Koenen-Sliwka liegen anstrengende Wochen – vor ihr ebenfalls. Die Lehrerin der Anne-Frank-Schule in Ennigerloh ist Mitglied im zehnköpfigen pädagogischen Arbeitskreis, der die Entwicklung der künftigen Gesamtschule Ennigerloh-Neubeckum mitgestaltet.

Chancengleichheit wird an der künftigen Gesamtschule Ennigerloh-Beckum groß geschrieben. Elfriede Koenen-Sliwka, Lehrerin an der Anne-Frank-Schule in Ennigerloh, koordiniert das Anmelde- und Aufnahmeverfahren.

„Das ist eine Aufgabe, die zeit- und arbeitsaufwändig, aber auch sehr spannend ist“, berichtet die Pädagogin. Vertreter der Stadt und der Parteien sowie engagierte Lehrer arbeiten intensiv daran, die Gesamtschule gemeinsam aufzubauen und zu gestalten. Inzwischen sind Lehrer aller Schulformen im Arbeitskreis vertreten, und seit dem Ratsbeschluss der Stadt Beckum sind auch Vertreter dieses Standorts mit von der Partie. „Die Zusammenarbeit klappt hervorragend“, sagt Elfriede Koenen-Sliwka. Sie ist mit dem Konzept einer Gesamtschule bereits gut vertraut. Bevor sie vor zwölf Jahren nach Ennigerloh und an die Anne-Frank-Schule kam, hatte sie fast fünf Jahre an Gesamtschulen in Marl und Unna unterrichtet.  „Ich bin ausgebildete Gesamtschullehrerin, und diese Schulform ist aus pädagogischer Sicht mein Zuhause“, sagt Elfriede Koenen-Sliwka. Sie wurde von der Bezirksregierung beauftragt, das Anmelde- und Aufnahmeverfahren durchzuführen und den Schulbetrieb mit vorzubereiten.

Erst das Kollegium, dann das Konzept mit den Eltern erarbeiten

Bis zu den Osterferien soll das künftige Lehrerteam stehen. „Dann gilt es, das Konzept zu konkretisieren – am liebsten gemeinsam mit den Eltern der künftigen Schüler“, betont die 54-Jährige. Der Arbeitskreis wünscht sich eine interessierte Elternschaft, die die Gründung mitgestaltet. „Das Grundgerüst einer Gesamtschule ist zwar festgelegt. Eltern sind aber eingeladen, nicht nur die pädagogischen Schwerpunkte der Schule mitzugestalten, sondern sich auch in Arbeitsgemeinschaften und offenen Angeboten direkt mit einzubringen.“

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