Grundstein für „Wohnen plus“ gelegt



Ennigerloh (hoi) - „Heute ist Sommeranfang und Grundsteinlegung – ein schöner Tag für Ennigerloh.“ Bürgermeister Berthold Lülf sprach den Anwesenden des Festaktes Im Drubbel am Dienstag aus der Seele. Dort entsteht das Projekt „Wohnen plus“, ein Haus, in dem künftig 14 Senioren in einer Wohngemeinschaft leben.

Claus Oltmann, Geschäftsführer der Baugesellschaft Ennigerloh, mauerte am Dienstag auf der Baustelle Im Drubbel in Ennigerloh das Metallgefäß mit Urkunde, Münzen und Tageszeitung in den Wandstein ein. Das Bild zeigt (v. l.) Architekt Thomas Becker, Ingo Hanse, Geschäftsführender Vorstand der Diakonie Gütersloh, Polier Rudi Vogelpohl (Bauunternehmung Mestekemper), Ulrich Wagener, Geschäftsführer der Bauunternehmung Mestekemper, Claus Oltmann und Bürgermeister Berthold Lülf.

 Lülf erinnerte an die lange Etappe von der ersten Idee bis zum Baubeginn. „Seit März 2002 schrie der Platz nach Entwicklung“, sagte der Bürgermeister und betonte, der Abriss des Kolpinghauses sei alternativlos gewesen, eine Sanierung nicht wirtschaftlich. Im Oktober 2007 seien erste Gespräche über eine neue Nutzung geführt, im Mai 2010 der Vertrag für das Projekt „Wohnen plus“ unterzeichnet worden.

Der Bürgermeister machte deutlich, dass der demografische Wandel – immer weniger Kinder werden geboren, und es gibt immer mehr ältere Menschen – die Politik beschäftige. „Wohnen plus“ sei mehr als reines Wohnen, sagte Lülf. Das Plus stehe als Besonderheit für Menschen, die an dementiellen Erkrankungen litten.

Auf einer Wohnfläche von 850 Quadratmetern entstehen 14 Wohnplätze. Im zweiten Obergeschoss sollen zudem vier behindertengerechte Wohnungen für ein bis zwei Personen eingerichtet werden. „1,5 Millionen Euro werden investiert, das Geld bleibt in der Region“, lobte Lülf das Projekt.

„Was lange währt, wird endlich gut“, stellte Ingo Hansen, Geschäftsführender Vorstand der Diakonie Gütersloh, fest. Die Wohngemeinschaft als besondere Wohnform im Alter leiste individuelle Betreuung und entlaste die Angehörigen. „Wir hoffen auf eine sehr gemischte, ortsverbundene Gemeinschaft“, sagte Hansen. Die kurzen Wege vereinfachten die Teilhabe an der Gesellschaft.

Claus Oltmann, Geschäftsführer der Baugesellschaft Ennigerloh, zeigte sich froh darüber, dass „wir schon auf festem Beton stehen“. Die Verhältnisse Im Drubbel seien sehr eng. Oltmanns Dank galt vor allem den Nachbarn, die Lärm und Schmutz bisher klaglos ertragen haben. Lob erhielten auch Architekt Thomas Becker, der das Projekt geplant hat, sowie die beteiligten Baufirmen.

Zum Abschluss mauerte Oltmann zur Erinnerung ein Metallbehältnis in die Außenwand ein. Darin enthalten sind eine Urkunde mit den Namen kirchlicher und politischer Würdenträger, einige Münzen und eine Tageszeitung.

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