Hauptwege des Westkirchener Friedhofs neu gestaltet


Die Hauptwege des Friedhofs in Westkirchen sind neu gestaltet worden. Möglich wurde das durch eine Spende.

Auf dem Westkirchener Friedhof konnten durch eine Spende von Lorenz Bohle die Hauptwege neu gestaltet werden. Das Bild zeigt Mitglieder des Verwaltungsrates mit Diakon Paul Sommer: (v. l.) Christoph Mentrup, Marc Feuersträter, Diakon Paul Sommer, Reinhold Geringhoff, Stefan Ringhoff, Anna Vargas und Hermann Mense. Foto: Schomakers

Westkirchen (dis) - Die beiden Hauptwege auf dem Friedhof in Westkirchen sind erneuert worden. „Ermöglicht wurde dies durch eine sehr großzügige Spende durch den Ennigerloher Unternehmer Lorenz Bohle“, erklärte Hermann Mense vom Verwaltungsrat jetzt bei einem Treffen vor Ort. Die alten Wege waren stark sanierungsbedürftig. Diakon Paul Sommer ergänzte, dass Maßnahmen wie die Neugestaltung nur möglich seien, „wenn uns Gemeindemitglieder helfen“. 

Gestaltung ein besonderes Anliegen

Die Gestaltung des Friedhofs ist den Mitgliedern des Verwaltungsrates ein besonderes Anliegen. Der Friedhof sei nun auch für Rollatorennutzer „gut begehbar“, sagte Mense. Zudem lade der Friedhof mit seiner gepflegten Gestaltung zum Verweilen ein. „Besser geht es nicht“, betonte Reinhold Geringhoff, Verwaltungsrat. 

Bei dem Treffen nahmen die Anwesenden auch den Wandel bei den Bestattungsformen in den Blick. Dieser sei auch in Westkirchen feststellbar. Anstatt der traditionellen Erd- werde immer öfter eine Feuerbestattung bevorzugt, sagte Hermann Mense. Dieser Entwicklung komme die Gemeinde St. Laurentius auf dem Friedhof entgegen. „Alle Bestattungsformen sind hier möglich“, erklärte Mense. So sei dem Friedhof seit einigen Jahren auch ein Friedwald angeschlossen. 

„Man sollte sich frühzeitig mit dem Thema der letzten Ruhestätte beschäftigen“, empfahl Mense und nannte ein Beispiel aus seiner Familie. Sein allein lebender Bruder, der vor Jahren verstorben sei, habe für sich eine Urnenbestattung in einem Friedwald vorgesehen. Bei der Vorbereitung der Beerdigung und der damit verbundenen Besichtigung des Bestattungsplatzes des außerhalb von Westkirchen liegenden Friedwalds sei Hermann Mense jedoch klar geworden: „Das kann auch nicht im Interesse meines verstorbenen Bruders sein.“ Mit Hilfe der Kirchengemeinde habe sich kurzfristig eine Grabstelle für eine Erdbestattung auf dem Westkirchener Friedhof gefunden. 

Sommer: Friedhöfe als Orte der Erinnerung oft unterschätzt

Diakon Paul Sommer nickte zustimmend und erklärte, dass er aus seiner Seelsorgetätigkeit heraus, immer wieder erfahre, dass Friedhöfe als Orte der Erinnerung oft unterschätzt würden.

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