Heimatbühne spielt „Söffken van Gievenbeck“



Ennigerloh (dis) - Mit „Söffken van Gievenbeck“ wird wieder ein Klassiker auf die Bretter der Plattdeutschen Heimatbühne der Kolpingsfamilie Enniger gebracht. Das neue Stück unter Regie von Hermann Woeste feiert am Samstag, 3. März, ab 19.30 Uhr Premiere. Die Besucher der ersten Vorstellung dürfen sich dabei auf Sekt freuen.

Für das neue Stück „Söffken van Gievenbeck“ unter Regie von Hermann Woeste proben die Darsteller der Plattdeutschen Heimatbühne der Kolpingsfamilie Enniger. Dabei wird auch viel gesungen: 18 Lieder beinhaltet das Stück.

Dem Münsteraner Zoo ist die Tragikposse „Söffken van Gievenbeck“ zu verdanken. Münsters legendärer Zoogründer Hermann Landois rief die „Abendgesellschaft Zoologischer Garten“ ins Leben. Mit den Einnahmen aus den Aufführungen selbst verfasster Karnevalsstücke konnte der Zoobetrieb aufrecht erhalten werden. Fast jeden Winter schrieben die Hausdichter der Abendgesellschaft ein neues Stück, in dem sie lokale mit politischen Ereignissen im eigenen Land und anderer Länder vermischten.

Einer der Schriftsteller war Eli Marcus (1854-1935), aus dessen Feder das Stück „Söffken van Gievenbeck“ stammen soll. Im Voßbachdorf ist die Geschichte nicht unbekannt. Theaterstücke wurde schon 1947 und 1985 aufgeführt.

1985 mit von der Partie waren bereits Schauspieler Heinz Brune und Regisseur Hermann Woeste. Es wird viel gesungen in „Söffken van Gievenbeck“. Brune bezeichnet das Stück deshalb auch als „Plattdeutsche Operette“. So langsam werden die Zügel bei den Proben angezogen. Noch sitzt der Text nicht, und bei manchen Passagen ist mehr von Souffleuse Elisabeth Senger zu hören als von den Darstellern. „Das ist im Moment noch normal“, sagt Heinz Brune. Nach Karneval liefen die Proben besser, weiß der Ennigeraner aus seiner nun schon 31-jährigen Erfahrung als Schauspieler der Heimatbühne. Auf die ein oder andere Karnevalsveranstaltung verzichtet der Schauspieler und ehemalige Ennigerloher Stadtprinz Thomas Hermes-Huerkamp. „Ich habe eine der Hauptrollen und werde mich in den nächsten Wochen auf das Theaterspielen konzentrieren.“

Das neue Stück „Söffken van Gievenbeck“ der Plattdeutschen Heimatbühne der Kolpingsfamilie Enniger unter Regie von Hermann Woeste wird zu folgenden Terminen in der Sporthalle an der Marienstraße in Enniger aufgeführt: Samstag, 3. März, 19.30 Uhr (Premiere); Sonntag, 4. März, 15 Uhr (Seniorenvorstellung); Samstag, 10. März, 19.30 Uhr; Sonntag, 11. März, 15 Uhr (Seniorenvorstellung); Freitag, 16. März, 19.30 Uhr; Samstag, 17. März, 19.30 Uhr; Sonntag, 18. März, 18 Uhr; Freitag, 23. März, 19.30 Uhr; Samstag, 24. März, 19.30 Uhr; Sonntag, 25. März, 18 Uhr; Freitag, 30. März, 19.30 Uhr; Samstag, 31. März, 19.30 Uhr; Sonntag, 1. April, 18 Uhr. Karten sind im Vorverkauf in der Dorfschänke bei Familie Lill, Hauptstraße 56, erhältlich und können unter Tel. 02528/3232 (ab 17 Uhr außer donnerstags) reserviert werden. Der Eintritt kostet 6 Euro. Bei freien Plätzen sind Karten auch an der Abendkasse erhältlich. Weitere Informationen gibt es im Internet. www.enniger-theater.de

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