Heimatverein feiert 60-jähriges Bestehen



Enniger (dis) - „Ich danke allen, die zum Gelingen vieler Projekte des Heimatvereins beigetragen haben. Es ist schön, Leute zu haben, die helfen.“ Vorsitzender Heinz Wessel hat auf der Jahreshauptversammlung des Heimatvereins Enniger viele Namen von Helfern genannt, die bei Arbeitseinsätzen aktiv gewesen sind.

Auf der Jahreshauptversammlung gab der wiedergewählte Vorsitzende Heinz Wessel eine beeindruckende ehrenamtliche Leistungsbilanz ab, die durch die Berichte der Ausschüsse noch ergänzt wurde. Das Bild zeigt (v. l.) Christian Westkämper, Bernhard Avermiddig, Heinz Becker, Konrad Haneke, Herbert Brune, Dieter Kuhlmann, Josef Sudhoff und Heinz Wessel.

Bei der Aufzählung der Arbeitseinsätze fiel der Name von Karl Bödeker besonders häufig. Er verzichtete bei der umfangreichen Renovierung des Kellers im Heimathaus auf Wessels angebotene Handlangerdienste. „Ich brauchte nur zum Feierabend zu erscheinen. Die Zusammenarbeit war wunderbar“, sagte Wessel, der selbst dafür an anderer Stelle Hand anlegte, und schmunzelte. Meistens reichte seinem Bericht nach nur ein dezenter Hinweis, und Heimatfreunde krempelten für das Voßbachdorf die Ärmel hoch. Dass die Kosten nicht ins Unermessliche wuchsen, begründete Wessel so: „Bei uns arbeitet jeder ehrenamtlich.“ Das hatte er auch schon in der Begrüßung von Ehrenmitglied Ulrich Stolberg ausgedrückt: „Ehrenmitgliedschaft ist kein Ruhekissen. Ulli ist immer noch aktiv.“

Stolz sind die Vereinsmitglieder auf den ehemaligen Vorsitzenden Bernhard Avermiddig. Der Heimatverein gratulierte zum Bundesverdienstkreuz am Bande mit einem Präsent. Avermiddig war es dann auch, der als Gründungsmitglied die Anwesenden überraschte, indem er auf das 60-jährige Bestehen des Heimatvereins 2012 hinwies. Überraschte Gesichter gab es nach dieser Mitteilung auch beim Vorstand. Grund zum Feiern ja, aber wie und wann? Darauf fand sich so schnell keine Antwort.

Die Einsatzfreude für das Dorf, fand Ennigerlohs Bürgermeister Berthold Lülf, könne man treffend am intakten Vereinsleben festmachen. Die Vereine prägten das Leben im Dorf, wozu er anmerkte: „Mitarbeit der Bevölkerung ist meines Erachtens der Dreh- und Angelpunkt eines gedeihlichen Miteinanders. Für einen Ort, den man liebt, setzt man sich ein.“ Zuversichtlich zeigte sich der Erste Bürger, dass es auch in Enniger künftig einen Lebensmittelmarkt wie in Ostenfelde und Westkirchen geben werde.

Einstimmig fiel sowohl die Wiederwahl des Vorsitzenden Heinz Wessel als auch des Schriftführers Dieter Kuhlmann aus, der als Marktausschussvorsitzender für drei Enniger Märkte ansprechbar ist.

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