Nach Zwangspause - Ennigerloher Jecken sind wieder los



In Ennigerloh wird nach einem Jahr pandemiebedingter Zwangspause wieder Karneval gefeiert. Die Session wird am 11.11. eröffnet. 

In der Drubbelstadt wird nach einem Jahr pandemiebedingter Zwangspause wieder Karneval gefeiert. Am 11.11. läuten die Ennigerloher Drubbelnarren pünktlich um 17.11 Uhr mit dem traditionellen Erwachen des Hoppeditz am Teufelsbrunnen die fünfte Jahreszeit ein. Das Bild zeigt Besucher der bislang letzten Karnevalsgala der Drubbelnarren im Januar vergangenen Jahres Archivfoto: Hübl

Ennigerloh (gl). Schunkeln, Musik, gute Laune und bunte Kostüme: Lange mussten die Ennigerloher Jecken darauf verzichten. Nun hat das Warten ein Ende. Nach weit mehr als einem Jahr pandemiebedingter Zwangspause wird in der Drubbelstadt wieder Karneval gefeiert. 

Der Hoppeditz erwacht

Am 11.11. wird pünktlich um 17.11 Uhr mit dem traditionellen Erwachen des Hoppeditz am Teufelsbrunnen die fünfte Jahreszeit eingeläutet. „Mit allem, was dazugehört“, sagt Oliver Schulte, Präsident der Karnevalsgesellschaft Ennigerloher Drubbelnarren. 

Die Vorfreude ist groß, wenngleich die Pandemie die Karnevalisten auch in der neuen Session ein Stück weit einschränkt. Der Karnevalsauftakt findet zwar wie gewohnt unter freiem Himmel an der Elmstraße statt. Schulte weist aber darauf hin, dass die 3G-Regel gilt. Die Besucher müssen also geimpft, genesen oder getestet sein. 

Regentschaft von Prinz Martin II. endet

Der Beginn des Ennigerloher Karnevals markiert gleichzeitig das Ende der Regentschaft von Prinz Martin II. (König). Die Tollität hatte mit den Adjutanten und dem Elferrat seit Januar 2020 – aufgrund der Pandemie ein Jahr länger als üblich – das närrische Volk regiert. 

Ein neuer Regent soll bei der Karnevalsgala der Drubbelnarren in der Olympiahalle Anfang kommenden Jahres gekürt werden. „Die Planungen laufen, allerdings unter 2G“, sagt Präsident Schulte. Das bedeutet, dass nur Gäste die Gala besuchen können, die geimpft oder genesen sind. Die Coronaschutzverordnung des Land NRW schreibe das zwar nicht vor. Nach Rücksprache mit der Stadt Ennigerloh habe man sich aber dafür entschieden. „Wir machen nichts, was die Besucher gefährdet“, betont Schulte. Ein Mund-Nasenschutz müsse in der Olympiahalle nicht getragen werden. 

Karnevalsumzug noch unklar

Ob sich der närrische Lindwurm 2022 durch die Ennigerloher Innenstadt schlängeln wird, der gewöhnlich jedes Jahr tausende Besucher in die Innenstadt lockt, steht Oliver Schulte bislang allerdings noch nicht fest. Die Corona-Schutzverordnung des Landes NRW lasse einen Umzug in großem Umfang derzeit nicht zu. Ende Oktober sollen die Möglichkeiten bei einer Vorstandssitzung weiter erörtert werden.

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