Neuer Kirchenmusiker hegt große Pläne



Ennigerloh / Enniger (art) - Andreas Unger ist neuer Kirchenmusiker in Ennigerloh und Enniger. Bereits Anfang Dezember hat der 39-Jährige sein Amt angetreten. Vor mehr als einem Jahr hatte der langjährige Kirchenmusiker Jens P. Cyganek der Drubbelstadt den Rücken gekehrt.

Nicht nur an der Ladegast-Orgel in St. Jakobus Ennigerloh und an der Klein-Orgel in St. Mauritius Enniger wird der neue Kirchenmusiker Andreas Unger sitzen. Der 39-Jährige möchte einen Kinderchor aufbauen und große geistliche Konzerte veranstalten.

Seither war seine Stelle unbesetzt. Nach monatelanger Suche gingen mehrere Bewerbungen in der Kirchengemeinde ein. Die Wahl fiel auf Andreas Unger. „Er hat sich sehr gut und überzeugend präsentiert“, sagt Pfarrer Andreas Dieckmann, der sich auf die Zusammenarbeit mit Unger freut. „Eine gut gestaltete Liturgie lebt von der Kirchenmusik und ist ein Wechselspiel zwischen der Musik und dem Pastor“, betont der Pfarrer. „Bestimmte Elemente lassen sich über die Musik gut erschließen. Außerdem gelingt es über die Kirchenmusik leichter als mit dem gesprochenen Wort, die christliche Botschaft zu vermitteln.“ Unger werde nach der Fusion aller Ennigerloher Pfarrgemeinden auch die Kirchenmusik in der gesamten Seelsorgeeinheit koordinieren, ergänzt Dieckmann. „Ich freue mich, dass ich in Ennigerloh eine neue berufliche Herausforderung gefunden habe und wieder im Münsterland sein kann“, stellt der Kirchenmusiker nach den ersten Wochen fest.

Andreas Unger hat bereits viele positive Rückmeldungen erhalten. „Es ist schön, dass die Gemeinden so kräftig mitsingen. Und die Kirchenchöre St. Jakobus und St. Mauritius, deren Leitung ich übernehmen durfte, bieten ein gutes Potenzial. Damit lässt sich arbeiten.“ Der neue Kirchenmusiker hegt große Pläne: „Wichtig ist mir die Nachwuchsarbeit. Ich möchte einen Kinderchor aufbauen, der mehrstimmig singt. Mein langfristiges Ziel ist es, von dort junge Stimmen für die Kantorei zu bekommen.“ Und er geht gedanklich noch einen Schritt weiter: „Vielleicht erwächst sogar ein Jugend- oder ein Projektchor, der sich zum Beispiel auch für A-capella-Gesang oder gregorianischen Choral begeistern lässt.“

Der neue Kirchenmusiker möchte zudem Verbindungen zur Kreismusikschule knüpfen. Fest steht auch, dass Unger große geistliche Kirchenkonzerte veranstalten und anspruchsvolle Chormusik in den Gottesdiensten etablieren möchte. „Ich möchte etwas Neues ausprobieren.“ Was sich umsetzen lässt, will Unger abwarten: „Ideen habe ich viele. Ich möchte kein Alleinunterhalter sein, das vorhandene Potenzial so gut wie möglich einbinden und zum Beispiel auch mit Instrumentalisten zusammenarbeiten. Ich werde sehen, was die Gemeinde wünscht, das sinnvoll abwägen und gemeinsam mit dem Seelsorgeteam entscheiden.“

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