Senioren haben keine Scheu vor dem Computer



Ostenfelde (clu) - Der Zeiger schwirrt über den Bildschirm. Renate Franze lässt die Maus los. „Ich habe noch kein richtiges Gefühl für den Computer“, meint sie. Deshalb ist die 65-Jährige am Sonntagnachmittag in die Heimatstuben Ostenfelde gekommen, um Hilfe vom Senioren-Computer-Club Ennigerloh zu bekommen.

Wilfried Schmillenkamp und Heinz Koscielny vom Senioren-Computer-Club Ennigerloh (SCCE) unterstützen Renate Franze (v. l.) aus Ostenfelde, die zum ersten Mal mit dem Computer arbeitet. In den Heimatstuben Ostenfelde gab der SCCE viele Hilfestellungen.

Der Senioren-Computer-Club Ennigerloh (SCCE) bot erstmals in Ostenfelde einen Informationsnachmittag an, um einerseits seine Arbeit vorzustellen und andererseits bereits erste Hilfestellungen für ältere Menschen am Computer zu bieten. Heinz Koscielny vom SCCE stand Renate Franze zur Seite. „Jetzt nehmen wir die Maus ganz ruhig in die Hand und ziehen sie langsam nach oben.“ Auf diese Weise kam auch das gewünschte Kochrezept auf den Bildschirm. „Rezepte und Urlaubsreisen im Internet zu finden und lesen zu können, ist mein erstes Ziel“, sagte die Ostenfelderin, die am Sonntagnachmittag zum ersten Mal mit einem Computer gearbeitet hat.

Auch Anita Tomeinsky hat den Computer neu für sich entdeckt. „Ich habe mir vor einer Woche einen Laptop gekauft und werde ihn heute einmal richtig einstellen lassen“, berichtete die Ennigeranerin. Sie möchte regionale Nachrichten über das Internet lesen. „Außerdem heißt es in den Fernsehnachrichten oft: Hintergründe zu bestimmten Themen finden Sie auf unseren Internetseiten. Diese Hintergründe interessieren mich sehr.“ Die 76-Jährige ließ sich vom SCCE-Vorsitzenden Herbert Wiesner einige Grundzüge ihres Laptops erklären, etwa die Möglichkeit eines Passwortschutzes. Günter Franze aus Ostenfelde ist bereits mit Computern vertraut. „Ich habe bei der Sparkasse gearbeitet. Dort bin ich mit der Computerarbeit vertraut gemacht worden. Allerdings kann ich keine PC-Probleme beheben, denn dafür gab es an meinem Arbeitsplatz immer spezielle Mitarbeiter.“ Dem 64-Jährigen ist es daher wichtig, mehr über die Lösung von Computerproblemen zu erfahren. Außerdem möchte er im Umgang mit dem Internet noch sicherer werden. „Ich bin gerne online. Dann schaue ich mir zum Beispiel gern die Bildgalerien auf der Internetseite der ,Glocke’ an“, unterstrich er.

Der Stellvertretende Vorsitzende des SCCE, Klaus Renard, zeigte den interessierten Besuchern auch, wie Fotos am Computer bearbeitet werden können. „Dem SCCE ist es sehr wichtig, auf kostenlose Programme hinzuweisen. Wir machen schließlich keine Werbeveranstaltungen für teure, kommerzielle Angebote.“

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