Neubaugebiet Weitkamp II - Politik benötigt mehr Zeit



Am Montag sollte der Rat Festsetzungen im Baugebiet Weitkamp II beschließen. Doch die Abstimmung über Regeln für den Hausbau kam den Fraktionen zu früh.

Ein Verbot sogenannter Schottergärten gehört zu den Ideen der städtebaulichen Zielvorstellungen und Festsetzungen für das geplante Neubaugebiet Weitkamp II in Oelde. Symbolfoto: dpa

Oelde (rh) - Eigentlich sollten die Mitglieder am Donnerstag eine Empfehlung abgeben, eigentlich sollte der Rat am Montag abschließend entscheiden. Doch die Politik sah sich noch nicht in der Lage, über die städtebaulichen Ziele und Festsetzungen für den Hausbau im Gebiet Weitkamp II abzustimmen. Diese wären Grundlage für den Bebauungsplan und das weitere Verfahren. Nun soll erst Ende Oktober erneut beraten werden. Bei der vorerst letzten Beratung des Themas hatten mehrere Fraktionen eine genaue Auflistung und Beschreibung der Vorhaben gewünscht. Diese liegt vor, doch am Donnerstag wurden nun beispielsweise Informationen darüber erbeten, wie andere Städte mit dem Thema umgehen.

Beratungsbedarf angemeldet

Mehrere Fraktionssprecher meldeten weiteren Beratungsbedarf an. André Drinkuth (CDU) wollte etwa einschätzen können, ob Oelde im Vergleich „massive Einschnitte“ festsetzen würde, oder ob man „im Mittelfeld“ läge. Markus Westbrock (FDP) sagte, es gebe „erheblichen Informationsbedarf wegen erheblicher Einschränkungen“ im Baugebiet. Nun ist der Plan, dass die Verwaltung schnell die zusätzlichen Informationen aufbereitet – möglichst „innerhalb von zwei Wochen“, so Drinkuths Wunsch.

Damit sowie mit möglichen Eingaben der Fraktionen soll dann spätestens zwei Wochen vor der Sitzung des Planungsausschusses am 27. Oktober eine neue Auflistung vorliegen, inklusive der Gegenüberstellung von gegenläufigen Positionen. Über einzelne Punkte sei dann „wohl einzeln abzustimmen“, kündigte der CDU-Sprecher schon einmal an. Bürgermeisterin Karin Rodeheger verlieh dennoch ihrer Hoffnung ausdruck, dass es „nur um Feinheiten“ gehe. Bis Ende Oktober müsse „auch für gegenseitige Rückkopplungen genug Zeit sein“.

Vorgaben sollen Klimaschutz dienen

Die für Weitkamp II geplanten städtebaulichen Zielvorstellungen betreffen unter anderem Maßnahmen zum Klimaschutz. So sollen etwa Schottergärten vor dem Haus verboten und die Versiegelung begrenzt oder Vorgaben zur Begrünung von Carport- und Garagendächer sowie zu eher hellen Fassaden gemacht werden.

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