1200 Schüler demonstrieren für den Frieden


Was ein Anblick, welch ein Zeichen: Rund 1200 Schüler aus Everswinkel und Alverskirchen haben für den Frieden demonstriert.

Fast 1200 Schülerinnen und Schüler aus Everswinkel und Alverskirchen zogen in einem Protestmarsch in den Ortskern nahmen an der Kundgebung gegen den Krieg in der Ukraine teil. Jede Schule hatte dafür eine besondere Aktion vorbereitet. Foto: Mettelem

Everswinkel (wm). Es war schon imposant, was die Schülerinnen und Schüler der Schulen aus Everswinkel und Alverskirchen am gestrigen Donnerstag auf die Beine gestellt haben. Und es war bewegend, wie sie sich alle für den Frieden in der Ukraine und der Welt eingesetzt haben.

Schulen ziehen beim Friedenszug an einem Strang

Fast 1200 Schülerinnen und Schüler der beiden Grundschulen, der Verbundschule und der Freien Waldorfschule hatten sich zu einem Protestmarsch von der Waldorfschule in Richtung Ortskern aufgemacht und skandierten schon auf dem Hinweg ihre Wünsche nach Frieden mehr als deutlich. 

Begleitet wurde der lange Zug von den Sicherheitskräften der Polizei, die aber auch kaum Mühe mit den übrigen Verkehrsteilnehmern hatten, die etwas längere Wartezeiten in Kauf nehmen mussten. 

„From a distance“ von Bette Midler sang der kleine Chor der Verbundschule unter der Leitung von Heiko Kraft am E-Piano und erhielt dafür verdienten Beifall.

Vor dem Rathaus wurden die Gruppen und Schulklassen von Christina Westemeier, Leiterin der Verbundschule, begrüßt, die sich überwältigt von der großen Resonanz zeigte: „Ich bin stolz auf euch alle.“ Jede Schule hatte für die Friedenskundgebung eine besondere Aktion vorbereitet: Die Grundschule Alverskirchen formulierte die Wünsche nach Frieden und gedachte der Familien, die durch den Krieg ihre Heimat verlassen mussten. Gedanken zum Frieden hatte die Grundschule Everswinkel gesammelt, besondere Friedensgedichte vorgelesen und sich sogar Frieden auf der Milchstraße gewünscht.

Musikalisch präsentierte sich die Verbundschule mit einem kleinen Chor unter der Leitung von Heiko Kraft am E-Piano. Julia Windau, Frieda Winkler, Nia Holthaus, Annika Schockmann, Emma-Lee Kachel, Finya Silkeit und Jouida Moriqi sangen „From a distance“ von Bette Midler und erhielten dafür den verdienten Beifall. 

Zeit für Frieden und Freiheit hatten die Schülerinnen und Schüler der Freien Waldorfschule mitgebracht und regten damit zur Nachdenklichkeit, aber auch zum engen Zusammenhalt für Frieden und Freiheit an. „Ich bin froh, dass ihr ein starkes Zeichen setzt und einsteht für die Demokratie, den Frieden und die Freiheit“, stellte Bürgermeister Sebastian Seidel den Schülerinnen und Schülern an diesem Morgen Bestnoten aus. 

Seidel: „Ihr seid das Bollwerk gegen den Krieg“

Wie die aktuelle Situation immer wieder deutlich mache, sei es nicht selbstverständlich in Frieden zu leben. Die Bilder der Menschen auf der Flucht vor Putins Kriegsmaschinerie könne man nicht vergessen. Deshalb solle man den Menschen in der Ukraine zur Seite stehen. 

„Ihr seid das Bollwerk gegen den Krieg und für eine bessere Welt“, betonte Seidel. Zum Abschluss sang man gemeinsam das bekannte Lied aus Israel „Shalom malechem“, wobei manches Auge feucht wurde.

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