Auszeichnung für „Macher der Humana“



Everswinkel / Münster (gl) - Zum Abschied aus seinen Ämtern wurde Albert Große Frie, dem „Macher der Humana“,  eine besondere Ehre zuteil. Für sein Lebenswerk erhielt er auf Gut Havichhorst in Münster die Goldene Nadel des Deutschen Raiffeisenverbandes (DRV).

Die Verleihung der Goldenen Ehrennadel des Deutschen Raiffeisenverbandes an Albert Große Frie (l.) durch Präsident Manfred Nüssel fand auf Gut Havichhorst in Münster statt.

Unter dem Beifall der zahlreich geladenen Gäste dankte DRV-Präsident Manfred Nüssel dem Preisträger für sein jahrzehntelanges Engagement in der deutschen Molkereibranche. Otto Lattwesen, DMK-Aufsichtsratsvorsitzender, und Rudolf Heidhues, Vorsitzender der DMK-Gesellschafterversammlung, würdigten Große Fries Erfolge, die er mit der Humana Milchunion erzielt hat, und dankten ihm für seinen unermüdlichen Einsatz im Fusionsprozess von Nordmilch und Humana. Albert Große Frie wurde 1944 in Tönnishäuschen geboren. Seine Eltern stammen beide von Milchviehbetrieben aus dem Münsterland. Der Vater arbeitete als Geschäftsführer einer genossenschaftlichen Landmolkerei. Nach Gymnasialzeit und dem Besuch der Handelsschule entschloss sich Albert Große Frie für eine Lehre als Molkereifachmann, absolvierte im Anschluss Assistenten- und Meisterlehrgang und war mit 24 Jahren fertiger Molkereimeister. Es folgte eine Anstellung bei der Bundesanstalt für Milchforschung am Institut für Betriebswirtschaft in Kiel. Danach tauchte er endgültig in das Wirtschaftsleben ein und übernahm einige Jahre später die Leitung der betriebswirtschaftlichen Abteilung bei den Milchwerken Bielefeld-Herford eG in Herford. Heute gehört das Werk mit dem Schwerpunkt Babynahrung zum DMK. Im Jahr 1974 folgte für Große Frie die Geschäftsführerposition bei der damaligen Milchverwertung Ahlen-Tönnishäuschen, einem Vorgängerunternehmen der Humana Milchindustrie. Die Fusion mit dem Milchhof Münster, der Kauf der Molkerei Roberg in Everswinkel, die Fusionen mit den Milchwerken Paderborn-Rimbeck, der Milchwerke Westfalen mit der Westmilch Milchunion, die Übernahme der hessischen Molkereizentrale in Kassel und der Kauf der Privat-Molkerei Borgmann seien hier stellvertretend für über 50 Strukturmaßnahmen in den darauffolgenden 36 Jahren genannt, die alle unter der Leitung von Albert Große Frie ihren erfolgreichen Abschluss gefunden haben. Zuletzt hat er die Fusion von Nordmilch und Humana zum Deutschen Milchkontor (DMK) maßgeblich vorbereitet und mitgestaltet.

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