Auszubildender aus Everswinkel zum Landessieger gekürt



Der 24-jährige Landessieger Levin Schnell hat seine Ausbildung in der Bildhauerwerkstatt Lutterbeck in Everswinkel mit „sehr gut“ bestanden.

Hat nach dreijähriger Ausbildung im Steinmetz- und Steinbildhauerhandwerk seine Abschlussprüfung mit der Note „sehr gut“ abgeschlossen und ist Landesmeister in NRW geworden: Levin Schnell (rechts) arbeitet in der Bildhauerwerkstatt von Stefan Lutterbeck (links) in Everswinkel.

Everswinkel (gh) - Die Bildhauerwerkstatt Stefan Lutterbeck in Everswinkel hat eine besondere Leistung ihres Auszubildenden zu verkünden: Levin Schnell aus Hoetmar hat nach dreijähriger Ausbildung im Steinmetz- und Steinbildhauerhandwerk seine Abschlussprüfung mit der Note „sehr gut“ abgeschlossen. 

Skulptur in Form eines Widderkopfs

Vor einigen Tagen bekam die Bildhauerwerkstatt am Boschweg die Nachricht, dass Schnell mit seinem Gesellenstück nun auch Landessieger in Nordrhein-Westfalen geworden ist. Gefertigt hat der Auszubildende eine Skulptur in Form eines Widderkopfs aus Anröchter Dolomit. „Das ist ein heimisches Kalkgestein. Sehr hart aber gut zu bearbeitet“, erklärt Stefan Lutterbeck. 

Das Prüfungsstück musste Levin Schnell nach eigenem Entwurf in einer Zeit von 52 Stunden in einer fremden Werkstatt fertigstellen. Das Modell wurde in Ton angefertigt, in Gips gegossen und anschließend – und das ist die Kunst – in Stein übertragen. Das Widderkopf-Motiv hat sich der 24-Jährige selbst ausgedacht, die hintere Hälfte hat er sogar als Skelett ausgearbeitet. 

Vorbereitungen auf den Bundeswettbewerb

Lutterbeck ist stolz auf seinen Auszubildenden, den er übernommen hat. „Ich gönne es ihm. Er ist ein außerordentlich kreativer Azubi.“ Die Siegerehrung des praktischen Leistungswettbewerbs findet am 30. Oktober in Bielefeld statt. Doch damit nicht genug: Levin Schnell hat sich als Landessieger auch für den Bundeswettbewerb qualifiziert, der am ersten Wochenende im November stattfindet. „Darauf bereitet sich Levin gerade vor. Die Aufgabenstellung ist nicht bekannt. Die Landessieger müssen an dem Tag vor Ort eine neue Arbeitsprobe fertigen“, erklärt Lutterbeck.

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