Basar in Waldorfschule Everswinkel ein Winterwunderland


Nach längerer corona-bedingter Zwangspause war es jetzt wieder möglich, den Basar an der Freien Waldorfschule in Everswinkel zu besuchen.

Cordula Tarner präsentierte auf dem Basar in der Freien Waldorfschule in Everswinkel ihre spezial-angefertigten Puppen. Foto: Brand

Everswinkel (clb) - Und dieser lockte – wie in früheren Jahren auch – zahlreiche Besucher an.

In gewohnt gemütlicher Atmosphäre schlenderten die Gäste durch das Winterwunderland. Schnee gab es keinen, dafür aber eisige Temperaturen. Ein paar Tannenbäumchen waren auf dem Gelände verteilt. In den Gebäuden der Schule wurden zahlreiche besondere Am Stand von Susanne Bökenbrink von Filzkunst-Subri waren kleine Kunstwerke zu bestaunen.Handarbeiten präsentiert und zum Kauf angeboten. Produkte aus Ton, Aquarellbilder, Etuis aus Tweed, Buchbindearbeiten, Indianische Kunsthandwerke, Keramik, Postkarten oder Strick- und Häkelwaren. In der Mensa und am Plätzchenstand wurde gut versorgt, wer bei den vielfältigen Eindrücken Hunger bekommen hatte. Außerdem wurde Stockbrot gebacken.

Weihnachtsgeschenke entdeckt

Bücher wurden reichlich beim Bücherflohmarkt im „blauen Gebäude“ angeboten, und der ein oder andere fand dort auch schon das perfekte Weihnachtsgeschenk für die Liebsten.

An Auswahl und Kreativität mangelte es nicht. Im Mittelstufengebäude fielen dem Betrachter besonders die Puppen und kleinen Figürchen von Cordula Tarner ins Auge. Mit Liebe zum Detail hatte sie die Stücke per Hand angefertigt. „Es sind alles Spezialanfertigungen, die man auf Waldorfschulmärkten erwerben kann“, erklärte Cordula Tarner. „Mich berührt, inspiriert und erfüllt das Herstellen. Die kleinen Wesen entstehen und bekommen ihre eigene Persönlichkeit. Sie werden lebendig“, beschreibt Tarner ihre Arbeiten. Ihre erste Puppe ist vor 17 Jahren entstanden – als Weihnachtsgeschenk für ihre Tochter. Aktiv verkauft werden die individuellen Stücke erst seit sieben Jahren.

Aus Filz und Wolle

In einem anderen Raum präsentierte Susanne Bökenbrink von Filzkunst-Subri ebenfalls wahre Kunstwerke mit Tieren und Zwergen aus Filz. „Seit 2003 begleitet mich die Filz-Leidenschaft“, berichtete Bökenbrink. „Fantastische Wesen, wilde Tiere und Haustiere dienen als Vorbilder für meine Wollarbeiten. Aber auch Alltagsdinge werden durch Filzarbeiten verschönert.“

Was ebenfalls auf dem Basar verschönert werden kann, sind die Moosgärtlein. Auf einem Stück Holz werden Moos, Maiskörner und Federn in den Ton gedrückt, sodass ein Miniaturgarten entsteht. „An meiner neuen Schule weiß keiner, was ein Moosgärtlein ist“, berichtete die ehemalige Schülerin Amelie Langenberger. Mehrere Ehemaligen, die inzwischen erwachsen sind, brachten kreative Werke zustande – wie damals, als sie noch selbst die Waldorfschule besucht hatten. Dieses Beispiel zeigt einmal mehr, dass die Bildungseinrichtung in Everswinkel soviel mehr ist als es das Klischee von der Namen-tanzenden Esoterik-Schule bisweilen vermittelt.

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