Everswinkel: Montagskreis von Bauernhof begeistert


Scheinbar unzählige Hühner haben die Frauen des Montagskreises der KFD St. Magnus begrüßt, die auf Hof Vienenkötter zu Gast waren.

Umringt von Hühnern: Die KFD-Frauen des Montagskreises zu Gast auf Hof Vienenkötter.

Everswinkel (gl) - Umringt vom Federvieh erklärte ihnen Christoph Vienenkötter, was sich an der K 3 hinter der Ankündigung des großen Schildes „Kartoffeln und Eier aus der Region“ so alles verbirgt. Stammt der Hof aus dem 17. Jahrhundert und hatte ihn Opa Heinrich als typischen westfälischen Mischbetrieb mit beginnender Direktvermarktung geführt, Vater Josef dann zusammen mit seiner Frau Elisabeth die Direktvermarktung ausgebaut, so stellt sich der Betrieb heute unter dem studierten 29-jährigen Hofnachfolger als ein modernes, voll auf der Höhe der Zeit stehendes landwirtschaftliches Unternehmen dar, und zwar in puncto Betriebswirtschaft, Technik, Maschinenpark und Nachhaltigkeit. Hatten die zu diesem Ziel notwendigen hohen Investitionen den Eltern noch so manche schlaflose Nacht bereitet, so zeigt sich fünf Jahre nach der Hofübernahme, dass der beschrittene Weg ein zukunftsweisender gewesen ist.

Die Teilnehmerinnen erfuhren, dass auf dem Hof Vienenkötter auf 50 Hektar sechs bis acht Sorten Kartoffeln und neuerdings auch Zwiebeln angebaut werden. Damit 1200 Tonnen Kartoffeln jährlich gelagert werden können und im Frühling noch frisch schmecken, musste nicht nur eine große Kühlhalle gebaut, sondern auch der Maschinenpark entsprechend erweitert werden. Erweitert werden mussten auch das große Freigehege und die dazu gehörige Technik für die Hühner, denn 15 000 insgesamt, davon 12 000 in Freiland- und 3000 in Bodenhaltung, diese Zahl erstaunte die Everswinkelerinnen ebenso wie die riesige Zahl von 4,5 Millionen Eiern jährlich, die in den Geschäften im Münsterland zum Verkauf angeboten werden, teils von Christoph Vienenkötter selbst früh morgens und ganz frisch angeliefert. Und schließlich machte Christoph Vienenkötter, dessen Traum es von Kindesbeinen an war, Landwirt zu werden, deutlich: Nachhaltigkeit ist für ihn keine Worthülse, sondern Grundlage für zukunftsorientiertes Arbeiten. Davon zeugt nicht nur die Solaranlage auf dem Dach des Kühlhauses, sondern auch, dass Hühner, Futter und anderes in der Region gekauft und die Produkte auch wieder dort verkauft werden. Selbstverständlich kommen auch die zwölf Mitarbeiter plus Auszubildender und Aushilfen aus dem Umfeld.

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