Minister bei Besuch in Ostbevern von Konzept begeistert


Löschwasserversorgung kann im Brandfall vor allem im ländlichen Raum ein Problem werden. Der Verbund TEO der Feuerwehren ist da aber gut aufgestellt.

Die Funktion des Feuerwehranhängers „Notstrom“ des Landes NRW, der bei den TEO-Feuerwehren im Einsatz ist, war ebenfalls Gegenstand der Erläuterungen durch die Mitglieder der TEO-Wehren für NRW-Innenminister Herbert Reul.

Everswinkel/Ostbevern (gl) - Coronabedingt war der Arbeitsbesuch von NRW-Innenminister Herbert Reul bei den TEO-Feuerwehren mehrfach verschoben worden. Nun hat es geklappt. Im Mittelpunkt der Begegnung stand die Löschwasserförderkomponente, die gemeinsam sehr erfolgreich betrieben wird.

Am Feuerwehrgerätehaus Ostbevern hatten die Feuerwehren aus Telgte, Everswinkel und Ostbevern Gelegenheit, den Politiker über ihre Zusammenarbeit im TEO-Verbund zu informieren. Die Wasserkomponente besteht aus zwei ehemaligen Milchtransportern, die zu Löschwassertankwagen umgebaut wurden, im Volksmund auch gerne „Wasserkühe“ genannt, zwei 13 000 Liter fassenden Wasserbecken sowie zwei weiteren Feuerwehrfahrzeugen, die mit Technik und den notwendigen Pumpen ausgerüstet sind.

Zu Demonstrationszwecken hatten die Mitglieder der drei Feuerwehren die Löschwasserkomponente vor dem Gerätehaus aufgebaut. Und Innenminister Reul zeigte sich begeistert von dem ebenso unkonventionellen wie auch professionellen Konzept, Löschwasser an entlegene Orte zu bringen, an denen sich die Löschwasserversorgung im Ernstfall schwierig gestalten würde. Das ist zum Beispiel häufig in den Außenbereichen der Fall, wenn die Wege zum nächsten Löschwasserteich lang sind. Beeindruckt zeigte sich der Innenminister aber ebenso von der engen Zusammenarbeit der Feuerwehren. „Sie nehmen damit eine Vorreiter-Rolle ein“, zollte er den Anwesenden Respekt.

Die Wehrleitungen und die Bürgermeister der TEO-Kommunen nutzten aber auch die Gelegenheit, um dem Innenminister im Rahmen des Arbeitstreffens die rechtlichen Herausforderungen zu erläutern, die die Zusammenarbeit als Feuerwehrverbund in Teilen immer wieder erschweren. „Damit wir unsere Zusammenarbeit im TEO-Verbund fortsetzen und auch zukunftsfähig ausbauen können, benötigen wir dringend eine Veränderung der gesetzlichen Grundlagen und Schaffung anderer rechtsverbindlicher Rahmenbedingungen“, machten sie deutlich.

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