Neuer Bebauungsplan für den Everswinkeler Ortskern


Everswinkel (wm) - Um den neu gestalteten Bebauungsplan des Everswinkeler Ortskerns ging es bei einer Bürgerversammlung.

Mehr als 40 Anlieger des Ortskerns verfolgten interessiert die Vorstellung des neuen Bebauungsplans in der Everswinkeler Festhalle. Foto: Mettelem

Die etwas mehr als 40 Zuhörer in der Festhalle waren allesamt Anlieger und Hausbesitzer in diesem Bereich. Hauptgrund für die Erneuerung des nunmehr 43 Jahre alten Bebauungsplans war der Wunsch einiger Eigentümer, leerstehende Ladenlokale in Wohnungsnutzung umzuwandeln. Das hatte die Gemeindeverwaltung zum Anlass genommen, den gesamten Plan neu zu überdenken, der nun von Joachim Sterl, Stadtplaner des Büros Post Welters und Partner aus Dortmund, vorgestellt wurde. 

Lebendige Dorfmitte erhalten

Ziel dieser Planung ist, einen lebendigen Ortskern zu erhalten, in dem Gewerbe, Einzelhandel und Wohnen ihren gleichberechtigten Platz haben. In den verschiedenen Teilbereichen, die zur Sprache kamen, wurden neue Baumöglichkeiten dargelegt. Diskussionspunkt war beispielsweise der geplante Kreisverkehr an der Kreuzung Freckenhorster Straße/Warendorfer Straße. Hier wird im nördlichen Bereich der Hauskomplex ehemals Lütkefels einer Neubebauung weichen, die die beachtliche Höhe von 14 Metern haben darf. 

Wohnnutzung in ehemaligen Geschäften

Im Zuge der Warendorfer Straße soll künftig Wohnnutzung im Erdgeschoss (in ehemaligen Geschäftslokalen) möglich sein. Unverständnis gab es allerdings für Teilbereiche der Vitusstraße: Östlich der Zufahrt zum Magnusplatz dürfen die Ladenlokale (Versicherungskontor und Fotogeschäft) nicht umgewandelt werden, während sie westlich der Zufahrt (Gästehaus, Gaststätte, Imbiss und Sanitätshaus) zu Wohnungszwecken umgebaut werden dürfen. 

Steingärten sind untersagt

Offen bleibt auch die Gestaltung des Kirchplatzes am Rand der Vitusstraße. Die Vorgaben des Denkmalschutzes sollten aber eingehalten werden, so Sterl. Ebenso sollte die Arkadenbebauung an der Zufahrt zum Magnusplatz von der Warendorfer Straße aus erhalten bleiben. Zur Sprache kamen auch die gestalterischen Festsetzungen, damit die Einheitlichkeit des Ortskerns erhalten bleiben kann. Dazu gehört auch, dass ausreichend Parkplätze vorgehalten werden und „grüne“ Vorgärten Pflicht sind. Steingärten sind untersagt. 

Bis 20. Oktober Anregungen äußern

Auf Nachfrage, wieviel mehr Baugrund für wieviel mehr Bürger die Umwandlung des Bebauungsplans nach sich ziehen würde, konnte keine seriöse Zahl genannt werden: „Das ist lediglich ein Angebotsplan“, erklärte Bürgermeister Sebastian Seidel, der zusammen mit Bauamtsleiter Norbert Reher die Bürgerversammlung begleitete. Bis zum 20. Oktober haben die Anlieger und Bürger Everswinkels die Möglichkeit, Bedenken und Anregungen zum Entwurf des Bebauungsplans im Rathaus vorzutragen. Sie werden dann in Ausschüssen und Rat besprochen.

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