Prozessionsweg: Pfarrei müsste zustimmen


Telgte (gl) - Freude bei der Bürgerinitiative B51 Telgte nach einem Gespräch mit Vertretern des Bistums Münster: „Die Kirche vor Ort muss erst ihr Plazet abgeben, bevor am Prozessionsweg wirklich gebaut werden sollte. Das lässt hoffen“, resümiert die Vorsitzende Maria Odenthal-Schnittler.

Die Bildstöcke entlang des Prozessionswegs sind weiterhin im Besitz der Telgter Mariengemeinde.

In dem Gespräch ging es nach Angaben der Initiative um den Prozessionsweg, der von Münster nach Telgte verläuft. „Die BI B51 Telgte interessierte die genaue rechtliche Situation des Prozessionsweges einschließlich der Bildstöcke“, heißt es in einer Mitteilung. 

Prozessionsweg 2017 an den Bund verkauft

Das unter Denkmalschutz stehende Ensemble aus Prozessionsweg, Bildstöcken und Lindenallee verbinde Kultur und Natur, sei eine Brücke zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft sowie ein Sinnbild der münsterländischen Kulturlandschaft schlechthin. Marion Walorski von der BI: „Es steht in der Bürgerinitiative stellvertretend für das Engagement der Zivilgesellschaft und ihrer Bedürfnisse, ob nun aus Tradition, aus Gläubigkeit oder aus klimapolitischen und somit ökologischen Motiven.“ 

Verkauft wurde laut Mitteilung der Prozessionsweg ohne die Bildstöcke 2017 von der Telgter Mariengemeinde an die Bundesrepublik Deutschland. Die Bildstöcke sind weiterhin im Besitz der Gemeinde und sollen, so ist die Idee, bei dem geplanten Ausbau versetzt werden. 

Gemeinde muss Zerstörung zustimmen

Allerdings: Wie der BI dargelegt worden sei, habe das Bistum als Träger öffentlicher Belange diesem Verkauf erst nach reiflicher Überlegung unter Abwägung aller pastoralen und infrastrukturellen Gesichtspunkte zugestimmt. Falls es wirklich zu dem Ausbau und damit zur Zerstörung des Prozessionsweges kommen sollte, müsse die Pfarrei zuvor gefragt werden und ihre Zustimmung geben. 

„Das ist ein Lichtblick – direkt von oben“, freut sich die Bürgerinitiative.

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