Schnatgänge waren früher in Everswinkel üblich


Der diesjährige Schnatgang der Everswinkeler CDU führte die mehr als 40 Teilnehmer entlang der Ortsgrenze zu Sendenhorst.

Bei herrlichem Wetter mit Sonnenschein hat der Schnatgang der CDU an der Ortsgrenze zu Sendenhorst stattgefunden.

Everswinkel (gl) - Bei sonnigem Wetter ging es zunächst mit Fahrrädern zum Hof Witte in die Bauerschaft Schuter. Magdalene Wierbrügge, Vorsitzende der Everswinkler CDU, begrüßte die Teilnehmer, zu denen auch der Landtagskandidat Markus Höner und auch Bürgermeister Sebastian Seidel zählten. Bevor es zu Fuß weiter ging, erläuterte Josef Beuck, Vorsitzenden des Heimatvereins Everswinkel, den ursprünglichen Sinn des Schnatgangs. „Früher, als es noch keine Katastereinträge gegeben hat, markierten natürliche Landschaftsmerkmale wie Wälder, Hecken und Bäche die Grenzen“, erläuterte Beuck. „Und damit jeder wusste, wo die Eigentumsgrenzen verliefen, war es Brauch, einmal im Jahr diese Grenzbegehung – den Schnatgang – durchzuführen.“ Vom Hof Witte ging es dann in süd-westliche Richtung über die L 811, um von dort auf die eigentliche Gemeindegrenze zu Sendenhorst zu stoßen. Anhand der Flurnamen konnte Beuck immer wieder interessante, unterhaltsame Informationen zur Historie berichten.

Über Feldwege, aber auch querfeldein und über ausgetrocknete Gräben erkundete die Gruppe weiter die Grenze. Etwa auf der Hälfte des zweistündigen Fußmarsches gab es einen kurzen Zwischenstopp. Frisch gestärkt ging es in die zweite Etappe, und wer sich Zeit nahm, konnte mit dem pensionierten Biologielehrer Arno Biesemann eine Exkursion in die Vogelwelt unternehmen, denn Nachtigall und Zilpzalp begleiteten die Schnatgänger mit ihrem Gesang. Am Ziel der Wanderung, dem Haus Strohbücker, wartete der Hausherr mit frisch gegrillten Würstchen und kühlen Getränken auf die Grenzgänger, und der Abend klang in gemütlicher Runde aus.

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