Schulhof wird zur Bühne für Märchen und Konzert


Everswinkel (bjo). Endlich wieder bei einem eigenen Konzert vor Publikum auftreten, gemeinsam mit dem ganzen Orchester musizieren und n den Applaus genießen. 

Die Musiker des Blasorchesters Everswinkel unter der Leitung von Thomas Beumers verzauberten gleich zweimal große und kleine Zuhörer. Foto: Baumjohann

Über all das durften sich die Mitglieder des Blasorchesters Everswinkel (BOE) am Sonntagnachmittag auf dem Schulhof der Verbundschule freuen. Grund dafür war das Kinderkonzert zum Märchen „Die Bremer Stadtmusikanten“, das das Orchester unter der Leitung von Thomas Beumers und mit Julian Theiselmann als Erzähler gleich zweimal präsentierte. 

Zwei Aufführungen unter freiem Himmel

Beide Aufführungen unter freiem Himmel waren gut besucht. „Wir wollten gerade Kindern und Jugendlichen eine Freude machen“, betonte Beumers nach dem zweiten Konzert im „Glocke“-Gespräch. „Sie sind in der Corona-Pandemie sicher zu kurz gekommen.“ 

Aber nicht nur der Nachwuchs genoss die bekannte Geschichte, die die Gebrüder Grimm aufgeschrieben hatten und die davon erzählt, wie sich ein alter Esel, ein ungewollter Hund, eine betagte Katze und der Hahn, dem der Kochtopf droht, gemeinsam auf den Weg nach Bremen machen, um dort Stadtmusikanten zu werden. 

Erzähler lässt Märchenfiguren lebendig werden

Theiselmann gelang es auf dem Verbundschulhof in beeindruckender Weise, mit seiner Erzählung die Tiere lebendig werden zu lassen und ihre ganz unterschiedlichen Charaktere zu vermitteln. Und auch die Panik der Räuberbande, die von den Stadtmusikanten aus dem Haus im Wald vertrieben wurde, meinte man dank der Stimme Theiselmanns ganz hautnah spüren zu können. 

Gefühle, die das Blasorchester Everswinkel mit seiner Musik unterstrich und auf eine ganz andere Art lebendig werden ließ. Einige Monate lang hatte das Orchester mit Thomas Beumers an der Musik für das Kinderkonzert „Bremer Stadtmusikanten“ gearbeitet. 

Zuhörer quittieren Aufführung mit viel Applaus 

„Wenn du nicht so optimistisch am Ball bleiben würdest, würden wir Auftritte wie heute nicht hinbekommen“, dankte Moderatorin Marlies Chruszes im Namen aller Orchestermitglieder dem Dirigenten, nachdem der letzte Ton verklungen war. 

Und ein Dankeschön für den anhaltenden Applaus gab es auch für die kleinen und großen Zuhörer, verabschiedete sich das BOE doch mit einer Zugabe, die vielen bekannt gewesen sein dürfte: „Wickie und die starken Männer“. 

BOE macht Werbung in eigener Sache

Wer selbst ein Instrument erlernen möchte, hat beim BOE die Chance dazu. Nach Konzert-Ende durften kleine und große Musikfreunde gleichermaßen einige Instrumente aus der Nähe betrachten, dazu gab es Informationen zu den Ausbildungsangeboten für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Man sei schließlich nie zu alt, um mit der Musik zu beginnen, ist Marlies Chruszes überzeugt.

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