„Trash Poeple“ sollen  Telgte besuchen



Telgte (gl) - Die Stadt Telgte bemüht sich um eine Open-Air-Ausstellung der „Müll-Armee“ des Kölner Künstlers HA Schult. Die Ausstellung mit 200 Exponaten der „Trash-People“ ist für Juli geplant, und die Verhandlungen mit dem Künstler und möglichen Sponsoren laufen auf Hochtouren.

Die „Trash Poeple“ des Kölner Künstlers HA Schult - hier  vor den Pyramiden von Gizeh -   auch in Telgte „Einkehr halten“.

 „Sie sind die bekanntesten Deutschen der Gegenwart.“ Das jedenfalls sagt HA Schult über seine „Trash-People“. Seit Jahrzehnten gelingt es dem Kölner, das öffentliche Bewusstsein durch Aktionen anzuregen, indem er auf öffentlichen Plätzen Kunst inszeniert, und dabei bewusst die Themen aufgreift, die gemeinhin als tabu gelten. HA Schults aus Müll gestaltete Skulpturen sind um die ganze Welt „gereist“ und haben auf den wichtigsten und geschichtsträchtigsten Plätzen gestanden: auf dem Roten Platz in der russischen Hauptstadt Moskau, auf der Großen Mauer bei Jin Shan Ling in China, vor den Pyramiden von Gizeh in Ägypten und im schönsten Salon Europas, dem Grand-Place der belgischen Metropole Brüssel. Sie haben sich in 2800 Metern Höhe am Matterhorn versammelt, in 880 Metern Tiefe im Salzstollen von Gorleben, und sie standen unter anderem auch vor Kilkenny Castle in Irland. Im Februar dieses Jahres schließlich haben sich die 1000 Skulpturen in Richtung auf das nicht mehr so ewige Eis der Arktis bewegt. Bevor die „Müll- Armee“ demnächst in ein Museum einziehen soll, hoffen nun die Kunst- und Kultur-Verantwortlichen in der münsterländischen Wallfahrtsstadt auf die „Einkehr in Telgte“, wie die Ausstellung betitelt werden soll.

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