Werke von Antonia Lasthaus stehen im Everswinkeler Rathaus


Insgesamt 47 Werke der Künstlerin Antonia Lasthaus sind ab sofort bis zum 23. Oktober im Everswinkeler Rathaus zu sehen.

Bei der Ausstellungseröffnung: (v. l.) Künstlerin Antonia Lasthaus und Ausstellungs-Ideengeberin Steffi Bause. Foto: Baumjohann

Everswinkel (bjo) - Den Vergleich mit renommierten Namen scheut Ronald Fernkorn nicht. „Warum nach Kassel reisen? Das Gute liegt so nah“, zeigte sich der Kulturkreis-Vorsitzende am Freitag im Ratssaal überzeugt, dass es dem Arbeitskreis „Bildende Kunst“ immer wieder gelingt, im Vitusdorf sehenswerte Ausstellungen zu realisieren. Die jüngste – schon die zweite in diesem Jahr – wurde am Freitag eröffnet und präsentiert Werke von Antonia Lasthaus. 

Heimspiel für Künstlerin

Für die 24-Jährige, die nach Abitur und Ausbildung zur gestaltungstechnischen Assistentin aktuell an der Kunstakademie Münster freie Kunst in der Klasse Kooperative Strategien von Professor Irene Hohenbüchler studiert, ist die Ausstellung im Rathaus ein Heimspiel, wie Fernkorn verriet, stamme die Künstlerin doch aus Everswinkel. „Die Werke stehen dem Rathaus außerordentlich gut“, ist der Kulturkreis-Vorsitzende überzeugt. 

Werke entstehen in der Pandemie

Das unterstrich auch Professor Dr. Christoph Miething, der als Freund der Familie die Eröffnungsrede zur Ausstellung mit den insgesamt 47 Werken von Antonia Lasthaus hielt, die noch bis zum 23. Oktober im Everswinkeler Rathaus zu sehen sein werden. Alle, so hielt Miething fest, seien in der Zeit der Pandemie entstanden, seien somit Werke des einsamen Schaffens: „Ganz aus eigener Kraft und Inspiration hat Antonia gearbeitet.“ Dabei entstanden sind Skulpturen, Gemälde und Graphiken. Während nur die Malerei das Spontane spürbar werden lassen könne, verlangten Graphik und Skulptur Planung und aufwendige Vorbereitung, so Miething. 

Eigener Körper als Werkzeug

In seinen Eröffnungsworten gab er auch Einblicke in die Arbeitsweise der Künstlerin, die beim Farbauftrag in der Malerei beispielsweise auf Pinsel oder Spachtel verzichtet und stattdessen Finger, Handfläche oder Arm benutzt: „Sie setzt den eigenen Körper als Werkzeug ein. Spontaner kann Bildgestaltung nicht sein“, ist Miething überzeugt. „Die hier verwirklichte Synthese von handwerklichem Können und künstlerischem Ringen um Form ist ein Ausdruck von Ehrlichkeit und zugleich auch von Bescheidenheit. Und eben damit ist es das Kennzeichen wahrer Kunst.“ 

Steffi Bause als Ideengeberin

Dass diese jetzt im Everswinkeler Rathaus zu sehen ist, ist auch das Verdienst von Steffi Bause. Sie habe die Idee einer Ausstellung mit dem Kunstkreis gehabt, dankte Antonia Lasthaus.

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