132 poetische Seiten für Gartenfreunde


Lippetal/Welver (gl) - „13 Monde, Grünes Glück“, so lautet der Titel eines neuen Buchs für Gartenliebhaber und solche, die es werden wollen oder gar müssen, wenn sie das Buch von Hubertus Albersmeier und Ute Eckartz gelesen haben.

Sie haben mehr als nur einen grünen Daumen: Ute Eckartz aus Schwefe und Hubertus Albersmeier aus Herzfeld haben ein Buch über Gärten geschrieben, das über einen bloßen Ratgeber hinausgeht.

In dem quadratischen 132-Seiten-Band beschreiben die Gartenfreunde aus Schwefe und Herzfeld sprachgewandt und humorvoll die Philosophie ihres Lebens als passionierte Hobby-Gärtner. Beide hegen und pflegen in ihrer Freizeit große und prächtige Gartenanlagen in Schwefe und in Schoneberg und kämpfen mit oder gegen Wildkraut und Geziefer. „13 Monde, Grünes Glück“ ist kein Ratgeber für Gartenfreunde – es ist viel mehr Gärtnerleben in der Praxis und im Jahreskreis. Mondphase für Mondphase führen die Text- und Bildautoren durch das Jahr im Feldgarten der Familie Albersmeier. Es ist eine Einführung in eine Parallelwelt, erklärt, was einen antreibt, so viele Stunden in der Natur, im Grünen und Blühenden zu verbringen und mit Schere, Dünger, Spaten und Hacke den Garten zu trimmen.

„Lustgarten“ mit Stauden, Gemüse, Obst und Hühnern

Ute Eckartz hat ein Filmstudium an der Fachhochschule in Dortmund absolviert, ist im Parallelleben Kamerafrau und arbeitet für die WDR-Lokalzeit Dortmund. Die Dortmunderin stammt aus Sölderholz, und als sie die unruhige Stadt leid war, zog sie über einen Zwischenstopp in Westönnen im Jahr 2013 nach Schwefe, wo sie das Haus mit Garten am Baukeweg 4 gemietet hat. Seither hat sie die Wiese hinter dem Haus in unermüdlicher Arbeit mit viel Phantasie und Geschick in einen ganzheitlichen „Lustgarten“ mit Stauden, Gemüse, Obst und Hühnern verwandelt. Ein Hingucker ist der große Teich mit Steg und Bötchen, auf dem man sogar ein bisschen rudern kann. Schon als Kind hat Ute Eckartz gerne gegärtnert, sich autodidaktisch ausgebildet. „Begonnen hat alles mit einer Malve, die ich in die Wiese gepflanzt habe“, erinnert sie sich. Mit tausend Stauden auf dem Hänger zog sie wenig später um von Westönnen nach Schwefe.

„13 Monde, Grünes Glück“ erscheint im Selbstverlag mit einer Erstauflage von 150 Exemplaren. Das Buch kostet 25 Euro und ist bei Ute Eckartz und Hubertus Albersmeier in den Gärten oder an der Haustür Baukeweg 4 in Schwefe oder Auf dem Sande 6 in Herzfeld zu erwerben. Das Layout und Titelbild stammen vom Grafiker Lothar Wendler. Die nächste Auflage mit 200 Exemplaren wird mit ISBN-Nummer dann auch über den Buchhandel vertrieben. Kontakt per E-Mail an ute_eckartz@hotmail.com oder w 0173/5469135

 Hubertus Albersmeier ist gebürtiger Herzfelder und damit Lippetaler. In Sachen Garten machte er sich zuerst als „Kürbispapst“ einen Namen, als er mit der Landjugend dieses Gemüse für einen guten Zweck anbaute und vermarktete. Der pensionierte Förderpädagoge rackert und werkelt zusammen mit Ehefrau Marie Luise schon seit mehr als 30 Jahren in seinem Experimetierfeldgarten. Mammutbäume sind dort gewachsen, Bambus und Bananen, aber auch viele teils mit Formschnitt getrimmte Ziergehölze, Rosen und unzählige Stauden. Dazu kommen seltene Gewächse aus aller Herren Länder und allerlei versteckte Accessoires wie kleine Dinosaurier auf einem Mammutbaum, die den Garten in einen Abenteuerspielplatz verwandeln.

Fotos und Texte zum Genießen

Das Buch wird illustriert von den ansprechenden Fotos von Ute Eckartz, die als Kamerafrau nicht nur stets die richtige Perspektive und Bildaufteilung findet, sondern mit Blende, Licht, Schatten und leichten Unschärfen oder viel Tiefenschärfe operiert, um Bilder und Natur miteinander in Einklang zu bringen. So entsteht ein harmonisches und wohl temperiertes Foto-Porträt des Feldgartens. Man möchte gleich hin und das entdecken, was hinter den Fotos versteckt ist. Ute Eckartz zeichnet auch verantwortlich für das Vorwort und vier Kolumnen. Alle weiteren Texte stammen von Hubertus Albersmeier, der ebenso sprachgewandt wie verschmitzt und natürlich philosophisch ins Gartenleben einlädt. Texte, die zum Nachdenken und Nachahmen einladen und Gartenfreude vermitteln, ohne dabei belehrend zu wirken. Ein Werk, das zeitlos ist und zum Vergnügen und zur Erkenntnis-Vermehrung immer wieder aufgeschlagen werden kann.

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