Ausschuss stimmt für Asylkonzept


Lippetal-Hultrop (gl) - Die Unterbringung von Geflüchteten auf dem Grundstück an der Hultroper Straße wird aller Voraussicht nach von einer breiten Mehrheit in der Politik getragen.

Für das Flüchtlingsheim in Oestinghausen soll Ersatz geschaffen werden.

Der Sozialausschuss hat dem Vorschlag der Verwaltung, das bestehende Flüchtlingsheim abzureißen und durch einen zeitgemäßen Neubau zu ersetzen, einstimmig angenommen. Daher ist zu erwarten, dass auch der Gemeinderat dem Vorhaben einmütig zustimmen wird.

Wie berichtet, ist das 1991 in Leichtbauweise errichtete Flüchtlingsheim inzwischen so marode, dass sich eine Sanierung nicht mehr lohnt. In der umfangreichen Sitzungsvorlage wurde daher ein zeitgemäßer Neubau vorgeschlagen. Für die Umsetzung dieses Vorschlags soll eine Arbeitsgruppe eingerichtet werden, die aus Vertretern der Fraktionen und der Verwaltung gebildet wird. Bedarf für Flüchtlingsunterkünfte besteht weiterhin, und zwar zum einen wegen der ungewissen Entwicklung der Zuweisungen insgesamt. Zum anderen besteht für die Gemeinde eine Aufnahmepflicht. Bei Asylbewerbern im Anerkennungsverfahren erfüllt

Lippetal diese aktuell zu 115 Prozent. Bei der Aufnahme von anerkannten Flüchtlingen oder Menschen mit Bleiberecht wird die Aufnahmepflicht derzeit, bedingt durch die Corona-Pandemie, jedoch nur zu etwa 35 Prozent erfüllt. Mit dem Ende des Zuweisungsstopps und aufgrund von Familienzusammenführungen ist daher in absehbarer Zeit mit dem Zuzug weiterer Flüchtlinge zu rechnen.

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