Bürgerwald-Pläne sind vom Tisch


Lippetal (gl) - Keine Mehrheit findet der Bürgerantrag, der die Einrichtung eines Bürgerwaldes auf Ackerflächen in der Nähe des St. Ida-Stifts und des Sportgeländes von Germania Hovestadt vorschlägt.

Von Trockenheit und Borkenkäfer zerstörter Fichtenforst im nördlichen Uentroper Wald. An verschiedenen Stellen in Lippetal wird versucht, die Fichten dennoch durch natürlichen Aufwuchs oder in Schonungen zu erhalten.

 Für die Grünen erklärte Conny Kessler im Hauptausschuss, dass ein solcher Bürgerwald in geeigneterer Form durchaus Zustimmung bei ihrer Fraktion finde. Der jetzt vorgeschlagene Weg über Patenschaften würde jedoch zu lange dauern. Als eine „vertane Chance“ bezeichnete Jörg Backhaus von der SPD die Ablehnung. Sinn und Zweck sei es ja gerade, einen solchen Ort über Jahre wachsen zu lassen. So könnten beispielsweise ausscheidende Ratsmitglieder sich mit einer Baumspende verabschieden. Die Bürgerschaft könnte ebenfalls mit Pflanzenspenden eingebunden werden. Der Bürgerantrag wurde bei drei Gegenstimmen und zwei Enthaltungen abgelehnt.

Zustimmung für Wettbewerb „Ökologischer Garten“

Einstimmige Zustimmung gab es hingegen für den Bürgerantrag zur Einrichtung eines Wettbewerbs „ökologischer Garten“. Hier wird die Verwaltung den Entwurf für eine Ausschreibung vorlegen und die Besetzung für eine Jury vorschlagen. Im kommenden Jahr soll der Wettbewerb dann erstmals stattfinden.

Fördermittel für Wirtschaftswegekonzept

Das von der BG-Lippetal beantragte Wirtschaftswegekonzept, das zur weiteren finanziellen Förderung der gründlichen Sanierung von Wirtschaftswegen führen soll, wird voraussichtlich ohne die Inanspruchnahme von Fördermitteln erarbeitet, um zuviel Bürokratie zu vermeiden, so die Mehrheit. Für die Nutzung solcher Fördermittel und somit für ein mehr ökologisches orientiertes Konzept, das auch Renaturierungsmaßnahmen ermöglicht, sprach sich hingegen für die Grünen Conny Kessler aus.

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