Das Gemeinde-Ticket ist auf dem Weg


Lippetal (gl) - Das günstige Gemeinde-Ticket für den Öffentlichen Nahverkehr im Raum Lippetal-Soest und gegen geringen Aufpreis auch alternativ nach Lippstadt oder Beckum ist auf dem Weg. Das hat der Lippetaler Rat jetzt einstimmig beschlossen. 

Mit dem neuen Ticket kann man unter anderem auch günstig bis nach Soest fahren.

Der Rat beschloss in dieser Woche einstimmig, das mit 88 Euro pro Monat bereits vergünstigte Lippetal-Monats-Sammel-Ticket-Angebot der Ruhr-Lippe-Gesellschaft (RLG) anzunehmen und um 38 Euro für Erwachsene und 58 Euro für Jugendliche bis 18 Jahre noch weiter zu rabattieren. Für das Omnibus-Monatsticket im Raum Lippetal bis nach Soest zahlen erwachsene Dauernutzer demnächst demnach 50 Euro und Jugendliche 30 Euro.

Fraktionen sind sich einig

Der Entscheidung im Rat war noch eine kurze Unterbrechung der Ratssitzung vorausgegangen, weil die Fraktionen sich zum Thema Jugend-Rabatt noch verständigen mussten. Dabei wurde schnell klar, dass auch hier CDU, SPD, FDP, Grüne und BG an einem Strang ziehen und den 30 Euro zustimmen.

Laut Wirtschaftsförderer Hans-Joachim Hobrock soll der Verkauf der Gemeinde-Tickets voraussichtlich nach den Sommerferien starten. Danach soll es eine einjährige Probephase geben, in der Erfahrungen gesammelt werden. 

Echte Alternative zum Pkw

Alle Details, auch zur Mitnahme von Fahrrädern oder zur preiswerten Weiterfahrt über Soest hinaus bis in weiter entfernte Regionen werden jetzt zusammengetragen.

Wiebke Mohrmann von den Grünen nannte das Ticket eine echte Alternative zum Pkw und wünscht sich eine offensive und attraktive Kampagne, um alle Lippetaler gut zu informieren. Es könne aber noch weiter gehen. Lippetal solle die in der Entwicklung befindlichen weiteren Programme von RLG und angeschlossenen Verkehrsbetrieben in NRW weiter im Auge behalten, um sich entsprechende Angebote zu sichern.

Angebote weiter anpassen

CDU-Fraktionschef Tobias Nillies nannte das Gemeindeticket einen guten Einstieg in mögliche Alternativen zum Pkw. Man werde weiter am Ball bleiben, um weitere Verbesserungen zu erzielen. Auch Herbert Schenk (SPD) geht davon aus, dass die meisten Lippetaler vorläufig am eigenen Pkw nicht vorbei kommen, um mobil zu sein. 

Das Angebot im öffentlichen Nahverkehr müsse weiter angepasst und verbessert und damit attraktiver werden. „Das ist noch nicht beendet, es geht weiter“, hofft der SPD-Fraktionsvorsitzende. Für die FDP erklärte Jürgen Groth als Fraktionschef in seiner letzten Ratssitzung: „Wir finden das gut und sind dabei.“

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