Die Bagger rollen in der Sommerpause an



Lippetal-Herzfeld (renn). Große Pläne im Herzfelder Bertgerus-Kindergarten: Wenn im August die Sommerpause beginnt, rücken sofort die Baumaschinen an. In einer vier- bis sechswöchigen Bauphase soll dem erhöhten Bedarf der Betreuung von Kindern unter drei Jahren Rechnung getragen werden.

Stellten die Pläne zum Umbau des Herzfelder Bertgerus-Kindergartens vor: (v.l.)Elisabeth Nordhaus, Elisabeth Goldstein (Kirchenvorstand St. Ida), Rita Hagenkamp (Kindergartenleitung) und Architekt Heinz Ostermann.

Die Pläne für die umfassende Umgestaltung der Räumlichkeiten stellten am Wochenende Kindergartenleiterin Rita Hagenkamp, Architekt Heinz Ostermann sowie Elisabeth Goldstein und Elisabeth Nordhaus vom Kirchenvorstand der St.-Ida-Gemeinde vor, die als Träger der Einrichtung fungiert. „Wir betreuen schon seit einiger Zeit Kinder im U3-Bereich und haben sogar eine Warteliste für diese Altersstufe. Dabei platzt der Kindergarten fast aus allen Nähten“, sagte Leiterin Rita Hagenkamp.

Zusätzliche 140 Quadratmeter sollen nun nicht nur für räumliche Erweiterung sorgen, sondern berücksichtigen vor allem auch die gesonderte Betreuungssituation der Jüngsten. So entstehen zusätzlich Nebenräume zu den Gruppenräumen, so dass auch eine räumliche Trennung der Kinder, vor allem zu Ruhezeiten, möglich wird. Hilfreich und notwendig in der Betreuung der Kleinstkinder werden auch Schlafräume und neue sanitäre Anlagen, die beispielsweise auf das Wickeln ausgelegt sein müssen.

Die so neu entstehenden Räumlichkeiten werden zum Großteil vom Land NRW getragen: 130 000Euro kommen aus der Staatskasse. Je 30 000Euro tragen Bistum Münster und die Gemeinde Lippetal, so dass die Kirchengemeinde sich schließlich mit 10 000Euro und überschaubaren Folgekosten für energetische Maßnahmen beteiligen muss. Keine Befürchtungen haben die Verantwortlichen im Hinblick auf die Vereinbarkeit von Baustelle und Kindergartenbetrieb: „Wenn die Kinder aus den Ferien kommen, sollten die Hauptgewerke Maurer, Zimmerleute und Dachdecker ihre Arbeit bereits beendet haben“, zeigte sich Heinz Ostermann optimistisch.

Für die dann anstehenden Innenausbauten verspricht Rita Hagenkamp eine räumliche Trennung zwischen Kindern und potentiell gefährlichen Bauarbeiten: „Wir werden natürlich dafür sorgen, dass es keinerlei Berührungspunkte geben wird.“ Im Notfall sei auch ein Ausweichen in das Haus Idenrast oder eine Kooperation mit dem St.-Ida-Kindergarten eine Möglichkeit, um der schwierigen Umbausituation zu entgehen.

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