Ermittlungen wegen Brandstiftung auf Lippborger Hof


Glück im Unglück hatte ein Landwirt, der durch einen Stromausfall auf einen Brand auf seinem Hof aufmerksam wurde.

Vor einer Scheune abgestellte Papier- und Restmülltonnen fingen auf einem Bauernhof in Lippborg Feuer. Verletzt wurde niemand.

Lippborg (gl) - In der Nacht zu Freitag musste die Feuerwehr einen Brand im Lippborger Norden löschen. Der Alarm kam um 0.24 Uhr von einem Bauernhof im Frölichweg, dort fingen zwei vor einer Scheune abgestellte Papier- und Restmülltonnen aus bislang ungeklärter Ursache Feuer. 

Der auf dem Hof wohnende Landwirt wurde darauf aufmerksam, weil im Haus plötzlich der Strom ausfiel. Er begann bis zum Eintreffen der Einsatzkräfte mit dem Löschen der Container mithilfe eines Feuerlöschers und eines Wasserbehälters. Auch ein in der Nähe befindlicher Wassertank und die Holzbalkenkonstruktion der angrenzenden Scheune wurden in Mitleidenschaft gezogen. Denn bei Ankunft der Wehr war das Feuer bereits auf das Scheunentor und die Traufe des Dachstuhls übergesprungen. 

Angst vor Glutnestern

Mehrere Trupps der Löschzüge aus Oestinghausen und Lippborg löschten den Brand unter Atemschutz. Anschließend wurde der betroffene Bereich mit der Wärmebildkamera kontrolliert und die Wand des Fachwerk-Gebäudes sowie der Dachbereich der Scheune von innen und außen gekühlt. „Um sicherzugehen, dass alle Glutnester abgelöscht worden sind, wurde das Scheunentor ausgehängt“, heißt es im Bericht der Feuerwehr. Verletzt wurde niemand. 

Polizei ermittelt

Der nächtliche Einsatz war nach einer Stunde und 46 Minuten beendet. Laut Polizei hätte der Brand „weitaus schlimmere Folgen haben können“. Die Beamten haben die Ermittlungen wegen Verdachts der Brandstiftung aufgenommen. Zeugenhinweise werden unter Telefon 02921/91000 entgegengenommen, teilte die Polizei mit.

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