Geld für Neubau des Sportlerheims des 1. SC Lippetal


Die Gemeinde Lippetal hofft auf einen Zuschuss, wenn es darum geht, das in die Jahre gekommene Sportlerheim des 1. SC Lippetal zu erneuern.

Das alte Sportlerheim des 1. SC Lippetal an der Lippekampfbahn: Die Gemeinde Lippetal hofft auf einen Zuschuss.

Lippetal (gl) -  Lang ist die Liste der Baumängel des 60 Jahre alten Sportlerheims des 1. SC Lippetal an der Lippekampfbahn in Herzfeld. Außerdem ist es technisch veraltet und für die mehr als 1300 Mitglieder und diversen Sportarten und Vereinsveranstaltungen zu klein. Deshalb wünschen sich Vorsitzender Uli Strunk und seine Sportler schon lange einen Neubau, der insbesondere bei dem Raumangebot, den Umkleiden, bei der Technik und den sanitären Anlagen heutigen Standards entspricht. 

Mit dem Thema des ältesten Lippetaler Sportlerheims beschäftige sich jetzt der Ausschuss für Jugend, Familie, Senioren, Soziales, Kultur und Sport in seiner Sitzung in der neu renovierten Gemeinschaftshalle in Oestinghausen. Zuvor hatten die Politiker und sachkundigen Bürger schon einmal die Gelegenheit genutzt, bei einem Ortstermin das Vereinshaus am Sportplatz in Herzfeld unter die Lupe zu nehmen und sich vom veralteten Zustand zu überzeugen. 

Ergebnis: Planungskosten einstellen

Erstes Ergebnis der Sitzung ist, dass dem Rat empfohlen wurde, Planungskosten im aktuellen Haushalt bereitzustellen. Eigentümer ist die katholische Kirche. Die Gemeindeverwaltung wurde zudem beauftragt, für das Sportlerheim an der Lippekampfbahn die baulichen Notwendigkeiten und Möglichkeiten sowie eventuelle Fördermöglichkeiten zu prüfen. Die Ergebnisse werden zunächst im Ausschuss für Jugend, Familien, Senioren, Soziales, Kultur und Sport vorgestellt und weiter beraten und dann auch noch im Gemeindeentwicklungsausschuss thematisiert. 

Im Rat wird am Ende über das Projekt beschlossen. Bürgermeister Matthias Lürbke erklärte im Ausschuss, dass Politik und Verwaltung weitere Ortstermine an weiteren Sportlerheimen der Gemeinde durchgeführt werden sollen, um auch dort Vorzüge oder Mängel zu erkennen und in die Diskussion einfließen zu lassen in Bezug auf Optimierung und um vergleichen zu können, welche Vereine wie ausgestattet sind. Lürbke hofft, aus dem Förderprogramm „Strukturentwicklung des ländlichen Raums“ einen Zuschuss von maximal 500 000 Euro für einen Neubau in Herzfeld erlangen zu können. Die Voraussetzungen dazu seien gegeben, da der Eigentümer des Grundstücks – die katholische Kirche Gemeinde St. Ida in Herzfeld und Lippborg – die Bereitschaft zeige, die Flächen auch weiterhin der Gemeinde zur Nutzung für den Sport zu verpachten. Sichergestellt werden müsse zur Erlangung der Fördermittel, dass das Grundstück mindestens für zwölf Jahre gepachtet werden könne.

Gespräche schon bald intensivieren

Lürbke kündigte an, die Gespräche zum Sportlerheim Herzfeld schon bald zu intensivieren, um sich auch an dieser Stelle in der Gemeinde Lippetal zukunftsfähig aufzustellen. Ende des Jahres 2022 solle ein Konzept stehen, wie es an der Lippekampfbahn weitergeht. 

Der 1. SC Lippetal hatte im September 2021 vermeldet, dass das Sportlerheim Baumängel aufweist und auch in seiner Größe nicht mehr den Anforderungen entspricht. Der Verein bittet in einem Schreiben an den Bürgermeister um Prüfung, wie durch einen Neubau an Stelle des jetzigen Heims ein den heutigen Anforderungen entsprechendes Domizil geschaffen werden kann.

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