Kita St. Barbara bekommt neue Leitung


Lippetal (gl). Udo Gaden, Leiter der Behindertenhilfe bei der Caritas Soest, kümmert sich seit Beginn der Pandemie auch um die Kita in Lippetal. Der eigentliche Leiter ist erkrankt, die Stelle wird bald neu besetzt. Gaden blickt auf schwierige Zeiten zurück, die die Kita bisher gut überstanden hat.

Immer mit viel Spaß und guter Laune bei der Sache: Jungen und Mädchen der integrativen Kindertagesstätte St. Barbara Hultrop – hier ein Bild aus dem Herbst 2020. Bald bekommt der Kindergarten eine neue Leitung. Momentan füllt diese Rolle Udo Gaden aus, Leiter der Behindertenhilfe bei der Caritas Soest.

„Anfangs herrschte überall eine große Verunsicherung, etwa, wenn Kinder mit Erkältungssymptomen nicht in die Kita durften. Im Sommer entspannte sich die Lage, die Perspektive war wieder positiver und die frühkindliche Bildung funktionierte gut.“ Dann kam der Herbst mit der zweiten Welle und mit ihm der eingeschränkte Regelbetrieb. In der integrativen Kindertagesstätte werden 65 Kinder aus den Kreisen Soest und Warendorf betreut. 40 von ihnen sind dem heilpädagogischen Bereich zugeordnet. Sie haben Behinderungen, Beeinträchtigungen und/oder Entwicklungsverzögerungen.

Verlässlichkeit für die Eltern

„Diese Kinder werden morgens vom Fahrdienst abgeholt und nachmittags zurückgebracht. Unter Corona-Bedingungen dürfen nur vier statt sechs Kinder zusammen im Bully fahren. Um die Betreuung aufrecht zu erhalten, haben wir deswegen für alle Kinder die Wochenstundenzahl um zehn Stunden reduziert und den Tagesbetrieb von fünf auf vier Tage. Für die Eltern bedeutet das eine große Verlässlichkeit.“ Nur ein Bruchteil von ihnen habe sich dazu entschlossen, ihr Kind zu Hause zu betreuen. Das seien dann besonders gefährdete Kinder, die sich auf keinen Fall mit Corona infizieren sollten. Deren Eltern haben die Möglichkeit, ihre Kinder aus den Gruppen zu nehmen und sie nur zur individuellen Förderung vorbei zu bringen, die fast komplett weiter angeboten wird: „Ergo-, Logo- und Physiotherapie finden statt, das therapeutische Reiten auch. Alles, was draußen ist, wird gemacht. Nur das Schwimmen geht nicht“, sagt Gaden.

Hohe Bereitschaft, die Kinder selbst zu testen 

Die Mitarbeiter tragen bei der Arbeit Masken, die Kinder nicht. Auch das Testen funktioniere gut: „Unsere Mitarbeiter testen sich zweimal pro Woche unter fachlicher Aufsicht selbst. Eltern, die ihre Kinder zur Kita bringen, können sich die Selbsttests bei uns abholen. Eltern, deren Kinder abgeholt werden, werden von unseren Fahrern mit Tests beliefert.“ Getestet wird freiwillig, aber die Bereitschaft der Eltern, ihre Kinder zu Hause zu testen, sei groß. Udo Gaden ist froh, dass die meisten Mitarbeiter sich impfen lassen. „Die Caritas hat die Impfungen selbst organisiert so wie es möglich war.“

Von Corona ist die Kita St. Barbara bisher weitgehend verschont geblieben: „Über Weihnachten war eine Mitarbeiterin positiv getestet, jetzt hatten wir wieder einen Fall.“ Das Gesundheitsamt habe den ganzen Betrieb vorsorglich für zwei Wochen in Quarantäne geschickt, die am 3. Mai endete. „Zum Glück hat sich niemand angesteckt.“

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